Wenn das Glück zwei Räder hat!

#Umfallera

Roadine und ich sind „on-the-road“! Am Samstag sind wir unterhalb des Ruhrgebietes in einer weiten Kurve bis nach Beckum gefahren, um erfolgreich eine neue Kombi für mich zu kaufen. Warum? Na, lest doch selber hier nach!

Auf dem Rückweg haben wir uns dann auf direktem Wege an Soest vorbei zur Möhnetalsperre begeben, um dort ausgiebig die Pause zu genießen.

 

Die Möhnetalsperrenstaumauer

 

Der Möhnetalsperrenstaumaueruntersee
Die Möhnetalsperrenstaumauerunterseeterassenpause

Total entspannt und happy haben wir uns anschließend auf den Weg Richtung Café Steinbruch in Duisburgund dem Vortrag über das Baltikum gemacht. Dieser Tag war schon einmal phantastisch!

Aber mitnehmen möchte ich euch Sonntag. Ich wollte Roadine ein Stück des Weges Richtung Heimat begleiten!

Los geht’s:

Nachdem uns gestern den ganzen Tag die Sonne beglückt hat, startet der Morgen heute bedeckt. Eine weiße Scheibe am Himmel zeigt uns, wo die Sonne versucht durch Wolken und Nebel zu dringen. Tiefe einstellige Temperaturen lassen uns noch eine Schicht mehr anziehen. Ich räume meine alte Kombi aus (was sich da so alles findet?!) und versuche, den ganzen Kram in der neuen zu verstauen. Ich stelle dabei fest, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Sind die Taschen woanders, geht auf einmal nichts mehr! 🙂 Aber auch daran werde ich mich gewöhnen. Wegen des ausgiebigen Frühstücks und der Kramerei starten wir fast eine Stunde später als geplant um 10 Uhr unsere Motoren und lassen den Tag an der Kaiserswerther Fähre gemütlich starten.

 

Nach einem kleinen Stück Autobahn stürzen wir hinter Mettmann in ein wundervolles Kurven-Kabinett. Vorbei an Solingen, durch Burg und Wermelskirchen genießen wir die noch auto- und motorradfreien Straßen. Wieder einmal lotst TomTom uns über kleinste Straßen mit noch nicht reparierten Winterschäden, um kurz danach in weiten Kurven auch mal wieder Ruhe in Fahrwerk und Gabelfedern kommen zu lassen. Es tut so gut, bei diesem Wetter auch die letzte Spinnwebe vom Motorrad zu fahren und auch bei sich selber den Rest Winterrost zu entfernen. Die Haltung wird wieder besser, es fühlt sich wieder alles so an, wie ich es in Erinnerung hatte.

 

 

In großen und kleinen Kurven  lassen wir die Dhünntalsperre rechts von uns liegen. Kurz danach kommt uns ein Motorradfahrer entgegen, der uns noch in Solingen ein ganzes Stück des Weges gefolgt ist. Wie immer führen wohl mehr als nur ein Weg ins Paradies! Weiter geht es durch das Bergische Land und kurz hinter Kürten überlege ich kurz bei einer Ortsdurchfahrt, ob Olpe nicht im Sauerland war. Aber keine Zeit, darüber nachzudenken.

„Weiter, weiter!“ ruft eine kleine Stimme in mein linkes Ohr, während die Stimme der Vernunft rechts vollkommen verstummt ist. 😉

Ein Stück begleiten wir die Sülz des Weges, bevor wir die A4 Richtung überqueren. Große Kurven reihen sich an kleine Kurven, kleine Kurven reihen sich an große Kurven. Die weiße Sonnenscheibe des Morgens ist einem strahlenden Sonnenschein bei blauem Himmel gewichen. Kann mein Glück gerade größer sein?

 

 

Erste Idioten der Saison braten mit 150 kmh in Kurven eng an uns vorbei. Ich wünsche auch ihnen Glück.

Wir grüßen mittlerweile die nicht enden wollenden Kolonnen an Motorradfahrern, die wie wir diese ersten Sonnenstrahlen nutzen.Aber schon biegen wir wieder von den Hauptstraßen ab, um uns auf verlassenen Straßen weiter Richtung Südwesten zu bewegen.

Auf kleinsten Straßen fahren wir so über Leuscheid bis zum Kloster Marienstatt, wo unsere gemeinsame Tour heute enden soll, damit jeder nun Richtung Heimat aufbrechen kann.

Wir steigen von unseren Motorrädern und fallen uns glückseelig in die Arme!

Es waren traumhafte 200 km gewesen, von denen wir jeden Meter genossen haben.

Wir leben wieder!!!

 

Anmerkungen des Tages:

Anmerkung 1: (Diesmal von Roadine, als sie am Kloster vom Motorrad springt)

„Mit dir fahren macht Falten im Gesicht. Lachfalten!“

 

Anmerkung 2: (direkt danach auch von ihr)

„Schlafen wir heute bei dir oder bei mir? Und wo fahren wir morgen hin?“

 

Anmerkung 3:

Wenn ich einen Porsche fahren würde und trotz aller Versuche zwei Frauen auf Motorrädern nicht aus dem Rückspiegel bekomme, würde ich mir ein Elektrofahrrad kaufen.

Nur so als Idee!

 

Anmerkung 4:

Ich  schreibe heute abend 100 Mal auf eine Tafel: „Ich darf keine Porsche jagen!“

 

Anmerkung 5:

Abends gegen die tiefstehende Sonne Richtung Westen fahrend ist eine ganz besondere Stimmung!

Man sieht nur leider nichts!

Auch nicht mit dem Topgun-Gedächtnis-Sonnenvisier! Da sieht man auch Nichts, aber immerhin dunkleres Nichts!

 

Anmerkung 6:

Eigentlich keine „An-merkung“, sondern eine „Be-merkung“.

Beim Sichten der Fotos habe ich nämlich „be-merkt“, dass die Fernbedienung der Kamera doch gekoppelt war.

 

4 comments on “Wenn das Glück zwei Räder hat!

  1. Schreibe lieber folgendes auf deine Tafel: „Auch die nächste midlifecrisisschwangere JugendIstWegErsatzkutsche werde ich gerne in Verlegenheit bringen!“

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