Wie man ein Motorrad wieder aufhebt…

..kann man in 100 Ratgebern in Ton, Bild und Schrift im Internet finden. ( #Umfallera)

Wie man es ganz einfach hinlegt, bringe ich euch heute bei!

  1. Man parke quer über den Bürgersteig auf Kopfsteinpflaster, welches nicht allzu gerade verlegt ist.
  2. Man stelle das Motorrad auf den Seitenständer.
  3. Man stelle es anschließend auf den Hauptständer.
  4. Man drehe es nun über den Hauptständer ein wenig, damit es den Bürgersteig nicht so versperrt. Man ist ja nett!
  5. Man gehe essen.
  6. Lange, richtig lange, auch mit Kaffee.
  7. Man komme zurück und ziehe sich an.
  8. Man steige auf die linke Fußraste und schwinge sein Bein über die Sitzbank – HALT! Nur halb!
  9. Denn in dem Moment schiebt sich das Motorrad vom Hauptständer, federt ein und folgt dem Impuls, welches das gesamte Körpergewicht auf die eine Raste gibt.
  10. FERTIG – es liegt!

Jetzt nimmt man sich eine der Anleitungen aus dem Netz und hebe es wieder auf. Oder den freundlichen Spaziergänger, der gerade vorbei geht.

 

Erkenntnis 1 des Tages:

Wut verraucht!

 

Erkenntnis 2 des Tages:

Kamerahalterung am Sturzbügel ist toll! Sturzbügel an sich auch! Beides zusammen passt auch – genau in die Verkleidung!

Passgenau – Kamerahalter in Verkleidung

Erkenntnis 3 des Tages:

Fahren mit dem Motorrad kann ich schon ganz gut, aber das Stehen, das Stehen muss ich noch mal üben.

 

Erkenntnis 4 des Tages:

Nächsten Winter könnte ich wieder was umbauen! Wie wäre es mit einer neuen Seitenverkleidung?! Ich glaube, die Idee behalte ich im Hinterkopf!

Erkenntnis 5 des Tages:

Ich hätte den zweiten Satz Handprotektoren nicht abgeben sollen, zumindest nicht den linken! 😉

Wie gut, dass es Handprotektoren gibt.

Erkenntnis 6 des Tages:

Verkleidung und Protektor kann man reparieren. Wie lange dauert es, bis das angekratzte Ego verheilt ist?

Hat einer Pflaster dafür?

 

20 comments on “Wie man ein Motorrad wieder aufhebt…

  1. Ärgerlich, passiert so oder ähnlich jedem Mal.

    Merke: physikalisch ist der Hauptständer generell nicht sehr stabil was die Gewichtsverteilung angeht. Das sich daraus ergebende Dreieck ist recht schmal. Seitenständer ist daher immer die bessere Wahl. Aber das schien ja leider nicht zu gehen.

    Viel wichtiger ist aber, dass man selbst nicht zu schaden kommt. Das ist am Ende meist ärgerlicher.

    1. Ich glaube, ich habe die beim Drehen über den Hauptständer schon etwas nach vorne gezogen oder halt vom Schwerpunkt geholt.
      Wie sagt mein Vater immer so schön: Kann jedem passieren, nur dem Dümmsten zuerst! 🙂
      Und ja, nichts passiert! Nicht mal Schulter oder Arm gezerrt! Ich habe sie einfach abgelegt, nicht auch noch versucht, bei 45 Grad Schräglage noch zu halten!

  2. Mein Mitgefühl. Sowas ist ärgerlich, aber irgendwann passiert es jedem. Ich habe noch jeden einzelnen Umfaller genau in Erinnerung, und manchmal spielt das Kopfkino diese Schreckmomente unvermittelt ab. Sowas vergisst man wohl nicht so schnell…

  3. Julia, den Hauptständer NUR für Wartungsarbeiten brauchen, niemals zum Parkieren.
    Verkleidung kann man ersetzen, Kratzer am Protektor gehen (laut Foto) als Patina durch, und ein Trostpflaster lasse ich mir einfallen, bringe ich zum WaPu Treffen in den Harz mit! Gruss, Heinz

  4. Ärgerlich. Und Seitenständer ist echt stabiler. Lenker nach rechts einschlagen und gut. So steige ich immer viel sicherer auf das hohe Mopped auf. Abgelegt habe ich die Alps in den Jahren auf viele mögliche und unmögliche Weisen. Das wäre glatt nochmal einen Blogbeitrag wert.

  5. Ich bin beim Fahren mit der Maschine umgekippt, da war sie erst ein paar Tage alt. Mir war das so peinlich, dass ich die 250-Kilo-Maschiene in nullkommanix wieder oben hatte. Anschließend hatte ich tagelang Schmerzen. Vom Heben, nicht vom Fallen.

  6. Liebe Jule,
    dein Papa hat recht. Kann jedem passieren, …
    Und außerdem: Es zählt nicht, wie oft man fällt. Es zählt nur, wie oft man wieder aufsteht.
    Herzliche Grüße von W. S. aus L.

  7. W. S. Ist sehr weise… 😉 Was das fallen lassen und aufheben von Moppeds angeht, kann ich ja nicht mitreden, aber von Verletzungen am Ego kenne ich auch was – deswegen mein vollstes Mitgefühl!

  8. you made my day! (Erkenntnisse)
    Verletzungen am Ego? würde ich so nicht nennen, das Moped kriegt Dellen und die Umfall-/Sturzerinnerungen bleiben als Kerben erhalten.
    wichtig ist, dass man sich nicht wiederholt und immer wieder aufsteht und aufsteigt

  9. Kann Dir ja sooo gut nachfühlen!
    Hatte damals gerade meine Bandit ganz neu (gebraucht) und kam frisch vom Kurventraining. Alles super bis dahin. Abends vorm Hotel blöd abgeparkt (wie leider sooft). Zwecks Umparken nochmal auf die Maschine, will in den Leerlauf schalten und daher den rechten Fuß auf den Boden stellen. Der tastet allerdings ins Leere (an der Seite ging es leicht schräg ab), das Mopped kommt über den Punkt und schwupps! – Kannste eigentlich nur froh sein, dass die Knochen heil bleiben…
    Das Ego kitten dauert schon ein Weilchen, aber Narben verblassen. Ich fand’s damals erstaunlich zu hören, wie vielen anderen es ähnlich ergangen ist. Besonders half mir die Erkenntnis, dass es selbst den allerbesten Fahrern schon passiert ist und man somit nicht der alleinige Depp auf der Welt ist 😉

  10. Ich hatte das in der Fahrschule ganz toll hinbekommen. Nach Ende der Fahrstunde wollte ich das Motorrad rückwarts in die Parklücke einparken, beim Umsetzen verlor ich das Gleichgewicht und schmiss die Maschine vor 20 Berufsschülern hin, die gegenüber auf dem Gehweg standen. Beim Aufhaben habe ich mich so dämlich angestellt, daß meine Fahrlehrerin mir helfen musste.

    Später habe ich dann die Fortgeschrittenenversion absolviert: das im Gelände am Hand feststeckende Motorrad wieder aufheben: https://www.youtube.com/watch?v=ObU4BzgjAHk&t=49s

    Ein großer Spaß!

  11. Oh weh.
    Du machst aber auch Sachen. Aber das Wichtigste ist, dass Du es überlebt hast und die Strom nur leicht verwundet ist 😉

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