Quo vadis Mädchenmotorrad?

Wo starte ich…

Es ist Mitte Februar 2026 und die Fragen an mich häufen sich, warum es 2025 keinen Reisebericht gab, was wir in diesem Jahr planen oder ob sogar etwas Schlimmeres passiert ist.

Wo fange ich an zu erzählen und wo höre ich auf?

Es war absehbar

Eigentlich hatte sich schon im November 2024 abgezeichnet, dass ich 2025 keine große Motorradreise machen wollte.  Die letzte Reise in Frankreich und den Pyrenäen war das erste Mal seit ewiger Zeit für mich anstrengend! Können die “Geschwister Eisenarsch” sonst nicht genug Kilometer unter die schwarzen Gummipneus nehmen, so habe ich bei der Pyrenäen-Tour jeden Tag die Kilometer sehnsüchtig heruntergezählt. Wann gab es das das letzte Mal? 

Regentage haben mich nervös gemacht, unbekannte Strecken sowieso und an einem Morgen musst Monika sogar nach dem Frühstück meine Nerven beruhigen, da ich sonst nicht hätte losfahren können (oder wollen?) Aber so richtig erklären konnte oder wollte ich mir das einfach nicht. 

Selbst in den Blogbeiträgen scheint die weniger vorhandene Begeisterung durchgeschimmert zu sein, da sich dies in den Kommentaren der Leser widergespiegelt hat. 

 

Schnecken müssen in Frankreich einfach sein

 

Notbremse

Als wir aus Frankreich zurück in der Heimat angekommen sind, war ich wirklich erleichtert, gesund und munter wieder in Österreich gelandet zu sein! So einen Gedanken hatte ich vorher noch nie! Klar, es ist ein riskantes Hobby. Aber durch die vielen Sicherheitstrainings, meine Fahrroutine von weit über 100.000 Kilometern und die (meistens!) besonnene Fahrweise habe ich mir nie Sorgen gemacht, hier ein außerordentliches Risiko einzugehen! Zuhause hole ich Bücher vom oberen Regal auf einem Bürodrehstuhl stehend, das ist rein statistisch betrachtet wahrscheinlich riskanter!

Ich habe angefangen in mich rein zu horchen, versucht Gründe zu finden, Lösungen zu erarbeiten und 2025 zu planen. Aber so richtig gut hat es sich erst angefühlt,  als ich eine für mich vorher unvorstellbare Entscheidung getroffen habe: Ich möchte mir den Druck nehmen, 2025 mit dem Motorrad reisen zu müssen! 

 

Sieht man so aus, wenn man reisen “muss”?

 

Schweres Telefonat

Eigentlich beginnt vor dem Winter immer Monikas und meine Planungszeit. Wo geht es hin? Wann genau fahren wir los und welches sind unsere groben Etappen? Aber jetzt musste ich mit der Sprache heraus rücken und ihr zuerst die Hoffnung auf unsere große Nordkaptour und im Anschluss auf eigentlich jede Motorradreise 2025 zu nehmen. Sie hat es erstaunlich gut aufgenommen, auch wenn wir wirklich als “Geschwister Eisenarsch” wie ein altes Ehepaar miteinander gereist sind.

Schnell haben wir aber entschieden, dass also aus unserem Planungswochenende einfach ein Freundinnen-Wochenende wird. So haben wir uns im Januar 2025 einfach einmal auf halber Strecke für eine Übernachtung, bisschen Sightseeing und jede Menge Gequatsche getroffen. 

 

Zu Besuch in Steiff-Museum in Giengen an der Brenz

 

Suche nach den Gründen

Aber was sind nun die Gründe für mein Aussetzen 2025 und vielleicht auch in 2026? Ich glaube, es ist eine große Sammlung von Gründen, die einfach zu der Gesamtentscheidung geführt haben. 

Niederheimstromer

Ein Hauptgrund, weniger Motorrad zu fahren, ist sicherlich mein Umzug nach Tirol! Hört sich paradox an, oder? Ich bin zwar in das Motorradparadies schlechthin gezogen, habe aber meinen tollen zweiradbegeisterten Freundeskreis der Niederrheinstromer in meiner alten Heimat zurückgelassen. So fehlen mir die regelmäßigen Treffen, die gemeinsamen längeren oder kürzeren Ausfahrten und auch die vielen Motorradtrainings mit den Trainingsjunkies gehören der Vergangenheit an. Klar hätte ich mich in meiner neuen Heimat einer Clique anschließen können, aber es wird seine Gründe gehabt haben, warum ich dies nicht in Angriff genommen habe.

 

Tolle Truppe – toller Stammtisch

 

Neues Paradies

Ein weitere Baustein meine Entscheidung ist auch wieder der Umzug nach Tirol! Ich habe eine neue Familie und bin landschaftstechnisch ins Paradies gezogen! Ich bin ein leidenschaftlicher Wintersportler und daher macht mir eine schneebedeckte oder salzverkrustete Straße von Anfang Dezember bis Mitte April nichts aus! Ich kann mich mit Schneeschuhen, Tourenski oder einfach nur bei einem ausgiebigen Winterspaziergang so wunderbar erholen, dass mir das motorisierte Zweirad einfach nicht fehlt!

 

Sommer wie Winter, maximal 45 Minuten Anfahrt

 

Ja, ich liebe es!

 

Der Winter ist so wunderschön!

 

Landschaft, Berge, Horizont

 

Mit der Stieftochter in Holland am Meer

 

Im Sommer wird es nicht besser! Es rufen die Berge, die Gipfel mit ihren Gipfelkreuzen, lange und kurze Radtouren in atemberaubender Landschaft und lange gemeinsame Spaziergänge mit meinem neuen Partner. Warum sollte ich es vorziehen, stattdessen mit dem Motorrad unterwegs zu sein? Ich hätte ja jederzeit fahren können und dürfen, aber ich wollte einfach nicht! 

 

Auch Christoph und ich können “Fuß-Fotos”

 

Am Gipfelkreuz alleine und frei

 

Unten Sonne, oben Schnee

 

Mit dem Fahrrad unterwegs auf der Hausrunde

 

Man kann so viel erleben: Berge, Schnee UND Fahrrad

 

Alte Dame

Es gibt auch einen dritten Grund, den ich eigentlich gar nicht laut aussprechen darf. Meine geliebte Schwarze hat inzwischen 160.000 km auf dem Buckel und ist 17 Jahre alt. Sie kommt nun in ein knackiges Alter, das heißt überall knirscht und knackt es bei ihr. Sie hat mich wunderbar sicher wirklich quer durch Europa gebracht und war stets ein treuer Begleiter. Aber in den vergangenen Jahren häuften sich die Momente der Werkstattbesuche, des “Nicht-mehr-Anspringens” und bei näherem Hinsehen in der Garage sieht man ihr auch ihr ereignisreiches Motorradleben an! Hatte der Meister in der Werkstatt nicht beim letzten Mal sogar gefragt, ob unter dem Gaffa-Tape auch noch Handschützer sein? 

 

Meine kleine Schwarze…

 

… hat schon viel erlebt!

 

Ich hänge unendlich an ihr, denn ohne sie hätte ich diese Leidenschaft mit manchmal 20.000 gefahrenen Kilometer pro Jahr sicherlich nicht so ausgelebt! Daher fällt es mir, so blöd es sich anhört, unheimlich schwer, sie durch etwas Neues zu ersetzen. Aber auch die Vernunft sagt mir, dass es im Moment Quatsch ist, viel Geld in ein neues Motorrad mit entsprechender Reiseausrüstung zu investieren, wenn das Herz und die Leidenschaft mich nicht in die Ferne zieht! Wenn man ehrlich rechnet, sind selbst mit einer neuen Suzuki, mit Reisegepäck, Griffheizung und anderen Annehmlichkeiten schnell 15 bis 20.000 Euro fällig. Ist es mir das wert? 

 

Neue Sicht auf das Leben

Es gibt noch einen weiteren Grund,  der mich davon abhält, derzeit auf das Motorrad zu steigen. Nach meiner Krebsdiagnose Ende 2023 hat sich tatsächlich der Blick auf mein Leben und die Einstellung dazu immer mehr verändert. Jeder muss mit so einer Diagnose den eigenen “richtigen” Weg finden. Ich habe ja – Stand heute – so unglaubliches Glück gehabt und hoffe innständig, die Krankheit ein für alle Mal besiegt zu haben. Während andere nach so einer Diagnose beschließen, alles das noch im Leben zu machen, was schon immer auf ihrer bucket-list stand, habe ich für mich entschieden, dass ich das Leben nun einfach ganz anders genießen möchte!

 

Ich muss drüber lachen – Ja, da sind meine beiden neuen Freunde! 😉

 

Ich – für mich – möchte es einfach nicht auf der Straße sinnlos riskieren! Zum Einen habe ich durch die oben genannten Gründe viel weniger Übung auf dem Motorrad und begebe mich daher selbst in ein größeres Risiko, wenn ich untrainiert die weiten Reisen unternehme. Ich empfinde aber auch die Welt auf der Straße immer rücksichtsloser. Jeder möchte zuerst ans Ziel kommen und das um jeden Preis. Und bei eben diesem egoistischen Spiel auf einem Spielplatz, der keiner ist, möchte ich nicht teilnehmen.

Für den ein oder anderen klingt es sicherlich recht radikal und zu pessimistisch, aber dies ist leider mein Empfinden.

Was heißt das nun?

Ich habe das erste Mal,  seit ich die kleine Schwarze besitze,  sie über den Winter abgemeldet.  Ich bin 2025 im April zum TÜV gefahren und seit der Zeit keinen Meter weit! Ist sie im April noch widerwillig angesprungen, so hat sie im Herbst beleidigt gar keinen Ton mehr von sich gegeben. Ich habe meine Motorrad-Funktionswäsche auf den Dachboden gebracht und auch im Schrank in der Werkstatt sind die wichtigen Motorradgegenstände nun in die zweite Reihe gewandert. Sie haben anderen Gegenständen Platz gemacht, die ich eher in Griffweite liegen haben möchte! Dies sind Wanderstöcke, mein Fahrradhelm, mein Tourenrucksack und allerlei andere Dinge, die ich in den Bergen verwenden kann.

 

Zeit zum Radeln

 

Ausblick aus meinem Gartenhäuschen

 

Viel Natur

 

Zeitvertreib

Für unseren Reiseberichten aufmerksam gefolgt ist, wird wissen, dass Monika und ich wahre Wasserratten sind! Wo immer sich eine Pfütze, ein See oder ein Meer uns in den Weg wirft, scheuen wir keine Umstände und versuchen, ein paar Bahnen zu ziehen! In diesem Jahr habe ich das erste Mal in meinem Leben einen echten Badeurlaub in Griechenland gemacht! Und ich muss gestehen dass Sonne, Wasser, Wind und ein bisschen Unterwasserwelt für mich gerade durchaus ein Ersatz für verpasste Motorrad Kilometer sind

 

Gemeinsamer Urlaub am Meer – ich bin noch nie in Urlaub geflogen – also mit dem Flieger…

 

Aber auch mit der Vermietung unserer Ferienwohnungen wird mir im Sommer nicht langweilig. 20 Meter Balkon wollen erst einmal bepflanzt werden. 

 

Beschäftigung im Frühjahr

 

Gar keine Wehmut? 

Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass mir dieser Blogbeitrag nicht nahe geht. Ich habe so tolle Dinge entdeckt und spannende Sachen erleben dürfen, denke aber auch mit Sehnsucht, mit Freude und mit Wehmut an diese Zeiten zurück. Ich habe mit Monika die beste Reisebegleitung aller Zeiten gefunden. Wenn es einen Deckel für jeden Topf gibt, dann waren wir das. Es war immer alles toll! Nichts hat uns die Laune vermiesen können, dazu haben wir über die Dinge viel zu sehr gelacht. Wie oft wurden wir für ein lesbisches Pärchen gehalten, wie oft gefragt, wo denn unsere Männer sein? 

Ich habe so wundervolle Freunde bei den Niederrhein-Stromern gefunden, die mich hoffentlich den Rest meines Lebens begleiten werden. Es sind Blogger-Freundschaften entstanden, die ich mir nie hätte träumen lassen. Wie kann aus anonymen Worten im Internet und aus einem ersten Treffen eine so enge Verbundenheit entstehen kann. Du weißt, wer gemeint ist, auf der anderen Seite des Passes! 🙂 

Aber dennoch kann ich mir jetzt gerade im Moment nicht vorstellen, die kleine Schwarze wieder anzumelden, mich in meine Kombi zu zwängen und die Straßen unsicher zu machen. Ich würde gerne weitere Fotoreisen für Passportraits begleiten, ich würde gerne ans Nordkap, ich würde gerne weitere Länder bereisen und die genialen Reisen mit Monika weiterhin unternehmen. Aber in der Prioritätenliste stehen halt andere Dinge noch weiter oben und zaubern mir ein noch breiteres Grinsen ins Gesicht. Zeiten ändern sich….

 

Verwüstete Zimmer nach Dauerregen

 

Reisen in alle Himmelsrichtungen

 

Monikas entzücktes Gesicht bei Espresso 😉

 

Blogger-Treffen mit Valle on Tour

 

Eine wundervolle Fotoreise mit Motorprosa und moppetfoto.de

 

Gipfeltreffen mit Bloggern und Freunden zur Premiere von “Abseits der Kehren” auf dem Stilfser Joch

 

Hätte ich ahnen können, dass dies eines der letzten gemeinsamen Reisebilder ist?

 

Wünsche für die Zukunft

Ich würde mich freuen, wenn einige der Biker-Freundschaften auf Dauer bleiben würden, auch wenn es mich vielleicht nie mehr wieder auf das Motorrad zieht. Ich freue mich umgekehrt aber auch über jeden Bericht von euch, über Videos, Filme, Blog-Beiträge und Reiseberichte. Ich möchte mich mit Monika weiterhin treffen – wir haben so viel Zeit miteinander verbracht, das fehlt mir. 

Ich freue mich aber auch auf Zeit mit meiner neuen Familie, Reisen mit meinem neuen Partner, entdecken anderer Länder, anderer Reiseformen, anderer Hobbies. Ich bin neugierig! Neugierig, was ich noch alles entdecken darf! 

 

Anmerkungen zum Bericht

Anmerkung 1:

Ohne Schneemann geht es nicht

 

Anmerkung 2:

Monika, Du fehlst mir! Ich hoffe, dass unsere “Planungs-Wochenenden” nicht ersatzlos ausfallen.

 

Zweites Freundinnen-Treffen abseits der Motorradreisen

 

Anmerkung 3:

Ohne Worte!

38 comments on “Quo vadis Mädchenmotorrad?

  1. Alles hat seine Zeit. Manchmal kommt die Sehnsucht wieder – manchmal nicht. Halte die tollen Motorradmomente in deinem Herzen und schau was passiert – oder auch nicht.
    Ich freue mich Dich zu kennen
    Horst

    1. Meine Frau ereilte genau dieses “Schiksal”, welches ungemein hilft, jeden gemeinsamen Tag noch intensiver zu (er)leben.
      Sag niemals nie mit Aufhören. Noch – auch wenn ich langsam auf die 80 zurutsche, und die Muskeln zu müde zum Radfahren werden, freue ich mich ungemein, mit dem Möpp die Welt weiterhin zu erkunden.
      Neues Möpp….ich habe ne fast jungfräuliche XT, heule aber der Wertigkeit und Bequemlichkeit meiner ’04er und ’10er Strom nach. Beide abgeschossen von Dosen.

  2. Hallo Jule
    Es ist ein toller Bericht, der mir zeigt was für ein toller Mensch du bist.
    Ich freue mich sagen zu können, dass ich froh bin dich vor Jahren kennen gelernt zu haben und es mir absolut egal ist ob du Motorrad fährst oder nicht. Hauptsache wir verlieren nie den Kontakt.
    Auf das Treffen mit dir im August freue ich mich jetzt schon riesig.
    Bleib wie du bist und lass dich von niemanden ändern.
    Liebe Grüße vom Niederrhein

  3. Hallo Jule, die meisten werden ruhiger im Alter .
    na in Österreich gäbe es die Möglichkeit das Kennzeichen “zurück zu legen,”, bis zu 2 Jahre. Da kann Frau oder auch Mann dieses ohne grosses Büro wieder abholen. In dieser Zeit zahlt man keine Steuer und keine Versicherung.
    Weiterhin alles Gute. mein Krebs ist überwunden, gelte als geheilt, werde also noch viele Km fahren.

  4. liebe Julia
    gut so, denn wer keinen Plan B hat, hat nur einen Plan A ohne Option. So finde ich deine Überlegungen gründlich und großartig, denn wir leben nur zwei Mal. Das zweite Leben beginnt, wenn wir checken, dass es (wahrscheinlich) nur ein Leben gibt. Also genieße “unsere” Berge, die Freiheit, die Luft, den blauen Himmel und die grünen Wiesen … jeden Tag, direkt vor der Haustüre. Das ist unser Privileg, für das wir danke sagen müssen.
    Schön, dass wir gleich ticken und immer einen guten Huangart haben
    (Huangart = small talk, damit deine Freunde verstehen, was wir damit meinen.)

    Liebe Grüße von der downTown – Stefan

  5. Liebe Jule,
    ich denke, du musst nichts bereuen. Du hattest viele tolle Erlebnisse mit deiner V-Strom und trägst diese im Herzen. Es ist deine Entscheidung und wenn es sich für dich jetzt richtig anfühlt, ist es gut so. Auch finde ich es bewundernswert, wir offen du deine Gedanken hier teilst. Um deine Fangemeinde weiter zu unterhalten, könntest du deinen Blog ja in Mädchen Mountains oder Mädchen Bike (Fahrrad) umbenennen. Nicht nur deine persönliche Art, auch wie unterhaltsam du deinen Blog immer geschrieben hast, haben mich immer begeistert.
    Mich packt ja auch immer das Reisefieber und so werde ich in diesem Jahr mein Hobby zum Teil-Beruf machen. Ich werde Südamerika Touren mit dem Motorrad organisieren und vor Ort begleiten. Sollte es Dich also mal nach Südamerika ziehen, ist für dich auch im Begleitfahrzeug immer ein Platz frei.
    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, wir sehen uns irgendwo und irgendwann.
    Dein Bruderherz

  6. Hi Jule,.
    Nichts ist schlimmer als vergangenen Hochmomenten nachzurennen um der alten Zeiten willen. Erinnert mich an den einen oder anderen Bühnen-Charakter, der die Karriere mit der mittlerweile (gefühlt) zehnten Abschiedstour krönt. Das innige Gefühl der Vorfreude aus das was da kommt, ist der Kern der Freude – egal worum es sich dreht. Ja, ich würde nich freuen, wenn du die Bloggerei nicht in die hinterste Ecke des Dachbodens räumst, dein Händchen fürs Erzählen ist ein gar besonderes Edelweiss. Wir sehen uns, wenn du das nächste Mal hier hoch kommst und den Niederrheinstammi durchknuddelst.
    Folge immer deinem Herzen❤️
    Dani

  7. Hallo Julia,

    mach dir doch keinen Kopf.
    Mach das zu was du Lust hast, und wenn es ohne Moped ist, dann ist es so.
    Ich habe immer gerne deine/ eure Reiseberichte gelesen.

    Ich habe auch eine Saison ausgesetzt, da ich aufhören wollte. Habe aber dann gemerkt, dass es ohne nicht geht.

    Egal, ich wünsche dir alles Gute, egal mit welchem Hobby.

    Grüße Michael

  8. Moin Julia

    Schöne Worte! Und absolut verständlich.
    Alles hat seine Zeit und man muss nicht mit Gewalt an etwas festhalten, wenn sich neue Türen öffnen.

    Ich habe mich immer sehr über deine Berichte gefreut.
    Und wenn du zum “Abschied” von der kleinen Schwarzen (und evtl. vom das Motorradbloggen) einen Erfahrungsbericht / Artikel für unser KRADblatt schreiben möchtest, würde ich mich auch darüber sehr freuen 🙂
    Du weißt ja, wie du mich erreichst …

    Angesichts der Berge könnte ich mir auch vorstellen, das Motorradfahren einzuschränken. Aber einen “Akkuschrauber” – wie JvS – hätte ich wohl immer in der Garage 😉

    Liebe Grüße aus dem Norden,
    Marcus

  9. Liebe Julia,

    ein nahegehender und ergreifender Text. Und SO nachvollziehbar. Ich finde mich in Vielem wieder – in Gedanken und Handlungen.

    Irgendwo hab ich mal gelesen, “Leben passiert, wenn man anfängt, Pläne zu machen”. Im Grunde ist es genau das – beim Planen ist man ruckzuck im “Müssen”, und Müssen ist schnell mal “mag ich nicht mehr”. Dabei ist einfach wichtig, dass man könnte, wenn man möchte 😉

    Boah, philosophisch heute, hm?

    Lass es mich mal so sagen: Eine Passportrait-Tour findet im Sommer 2026 quasi vor Deiner Haustür statt – auf DEM Berg . Und ein besonderes, babyblaues Motorrad steht auf der anderen Seite des Passes IMMER für Dich bereit. Einfach vorbeikommen 😉

    Alles Liebe für Dich und Euch!

  10. Ach schade – aber absolut verständlich. Lebenssituationen ändern sich, Prioritäten verschieben sich und letztlich muss man das tun, was einem gut tut – wenn man es kann.

    Vielleicht liest man sich ja irgendwann mal wieder.

    1. Lieber Silencer, ich bleibe dir als Leser auf jeden Fall treu. Gerade im Moment reise ich mit dir durch Italien, freue mich über mit Kuchen überladene Frühstücksbuffets und warte auf jeden weiteren Tag deines Berichts….
      Also ich lese dich auf jeden Fall weiter.

      1. Oh, das freut mich 🙂

        Und jetzt nochmal an der richtigen Stelle: Es ist ja nicht verboten, dass sich ein Blog inhaltlich neu orientiert – ich bin ja mal als Arbeits- und Filmblog gestartet.

        Falls Du also mal Impressionen Deiner neuen Heimat mit der Welt teilen möchtest – ICH würde es lesen

        (und dann verfahre ich mich beim nächsten Besuch in der Region vielleicht zielgerichteter :-))

  11. Ja also, die Reiseberichte werden mir schon fehlen.
    Ansonsten…alles gut, allses richtig gemacht. Musst dich doch zu nichts zwingen.
    Horchst du in dich rein und die Lust zum Motorrad fahren kommt wieder, drehst du halt ein Ründchen.
    Geht mir meistens im Winter so, dass ich keine Lust drauf habe, aber mit dem Frühjahr ist es noch immer wieder gekommen und die Karre wurde aus der Garage gerollt.
    Ansonsten hast du dir ja die beste Gegend für allerlei schöne Dinge herausgesucht und wenn das Mopped dieses Jahr bei mir nicht auf große Tour geht, so freue ich mich doch jetzt schon auf die Dolomiten in 2027.
    Bleib schön gesund und tue, was gut für dich ist.
    DlHzG, Falk

  12. Hallo Jule,
    meiner Meinung nach hast du alles richtig gemacht. Wenn Bedenken am Motorradfahren aufkommen, wenn man nicht mehr ungezwungen und mit Spaß am Moped sitzt, ist es Zeit, dieses Hobby einzustellen.
    Ês ist alles eine Kopfsache. Dein Entschluß war richtig, auch wenn die tollen Reiseberichte immer sehr spannend waren und fehlen werden.
    Und Moni hat Verständnis dafür! Eure Freundschaft wird darunter sicher nicht leiden.
    Lass es dir gut gehen und ein Reisebericht über eine tolle Mountaín Bike Tour oder Wanderung hat ja auch was 🙂

  13. Hi Julia,
    Vielen Dank fürs mitnehmen, eigentlich haben meine vorschreibenden alles gesagt was mir auch im Kopf rumgeht, ich habe deinen Blog erst Ende 24 gefunden
    Und ihn gefühlt in einem runtergelesenen, ich kann mich nur bedanken für die vielen Stunden. Und ja ich war betroffen, als du deine Krebserkrankung öffentlich machste, darum drücken wir feste Daumen und Pfötchen das du geheilt bist.
    Alles liebe alles gute
    Bon Chance

    Thomas

  14. Hi Julia,
    habe deine Reiseberichte bereits vermisst…
    In unserem Freundeskreis gibts mittlerweile auch mehrere, die lieber alternativen Freizeit-Aktivitäten fröhnen. Ist schade, aber vermutlich hat alles irgendwie seine Zeit. Allerdings ist das Leben zu kurz, um sich an Hobbies zu klammern, die einem kein Grinsen ins Gesicht zaubern. Von daher auch von mir eine dicke Portion Verständnis, alles Liebe und vielleicht ja doch irgendwann mal wieder auf der Straße. 😀

  15. Meine Frau ereilte genau dieses “Schiksal”, welches ungemein hilft, jeden gemeinsamen Tag noch intensiver zu (er)leben.
    Sag niemals nie mit Aufhören. Noch – auch wenn ich langsam auf die 80 zurutsche, und die Muskeln zu müde zum Radfahren werden, freue ich mich ungemein, mit dem Möpp die Welt weiterhin zu erkunden.
    Neues Möpp….ich habe ne fast jungfräuliche XT, heule aber der Wertigkeit und Bequemlichkeit meiner ’04er und ’10er Strom nach. Beide abgeschossen von Dosen.

  16. Julia,
    du machst alles richtig. Höre auf dein Bauchgefühl!
    Ich habe alle deine humorigen Berichte und Beiträge im VStromforum immer gerne gelesen.
    Gerne würde ich auch weiterhin Berichte von dir lesen. Egal ob per Pedes, mit der Rad, Boot oder was auch immer. Ist natürlich ein voll egoistischer Wunsch.

    Egal wie du dich entscheidest, es ist voll OK!

    Alles Gute, Thomas
    (der das kleine Arschloch auch schon seit 5 Jahren besiegt hat)

  17. und egal was ist was war und was kommen wird – es ist nur eines wirklich wichtig – dass es dir gut geht und dass du zufrieden bist – ich wünsche dir / euch von ganzen Herzen eine Schöne Zeit –
    herzlichen Gruß Alex

  18. Hallo Julia! Bin im Juni mal wieder für ‘ne Cabrio Tour in Tirol, Fliess. Vielleicht finden wir ja die Zeit für ‘nen Kaffe.
    LG Ralf

  19. Hallo Julia,
    danke für dein Update der Dinge. Es ist schön, dass sich dein Leben für dich so positiv verändert hat. Das ist das Wichtigste im Leben. Wenn sich dann die Prioritäten verschieben, ist das ganz Normal. Es gibt viele Menschen, denen es ähnlich gegangen ist, mir auch. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, das Motorradfahren einzuschränken oder gar einzustellen, habe ich vollstes Verständnis dafür.
    Ich freue mich über jedes Lenszeichen und jeden Bericht von dir.
    Viele Grüße
    Thom

  20. Wow, so viele Kommentare. Das kann doch nur eines bedeuter: Auch wenn du nichts darüber schreibst , was du mit dem Mopped unterwegs erlebt hast, wirst du gerne gelesen. Ich habe mal Gerüchte gehört, dass es auch ohne Mopped möglich sein soll zu bloggen. Vielleicht probierst du das einmal aus. 😉

  21. Liebe Julia und auch liebe Monika,

    Bei deinen Zeilen bekomme auch ich Wehmut. Wie gern bin ich dir oder euch gefolgt und was du kannst, konnte ich mit meiner Frau V-Strom auch! Leider hatte ich diese im Sept 2024 in Montenegro mit einem Weely gegen eine kleine Mauer, da mich bergauf das Gepäck nach hinten unten zog, zerstört Ich bin immer noch untröstlich, da ich mit ihr alt werden wollte! Sie war nach der Trennung von meinem 1.mann mein Trost und meine treue Begleiterin und sollte es auch bleiben. Nun ist sie Wahrscheinlichkeit in Polen unterwegs. Es gibt Leute, die solche Schätzchen wieder aufbauen. Aber, für mich war wa wirtschaftlich nicht klug, sie wieder aufzubauen. Ich hab nun die neue 800er GS F und die ist auch wunderbar niedrig ab Werk! Für kleine Frauen passende enduros zu finden, ist gar nicht so einfach…… Deine Geschichte um die Krankheit ist schon sehr bedenkenswert. Glück gehabt ❣️ Ich wünsche dir und deinem Christoph alles Gute und viel Spaß im Leben auch ohne Motorrad ❤️‍ Ich drück dich in Gedanken und fahr in diesem Jahr auch paar Kilometer für dich mit ❣️

  22. Liebe Julia und auch liebe Monika,

    Bei deinen Zeilen bekomme auch ich Wehmut. Wie gern bin ich dir oder euch gefolgt und was du kannst, Unseren ersten Austausch wegen der Tieferlegung hab ich sogar noch ausgedruckt! konnte ich mit meiner Frau V-Strom auch! Leider hatte ich diese im Sept 2024 in Montenegro mit einem Weely gegen eine kleine Mauer, da mich bergauf das Gepäck nach hinten unten zog, zerstört Ich bin immer noch untröstlich, da ich mit ihr alt werden wollte! Sie war nach der Trennung von meinem 1.mann mein Trost und meine treue Begleiterin und sollte es auch bleiben. Nun ist sie Wahrscheinlichkeit in Polen unterwegs. Es gibt Leute, die solche Schätzchen wieder aufbauen. Aber, für mich war wa wirtschaftlich nicht klug, sie wieder aufzubauen. Ich hab nun die neue 800er GS F und die ist auch wunderbar niedrig ab Werk! Für kleine Frauen passende enduros zu finden, ist gar nicht so einfach…… Deine Geschichte um die Krankheit ist schon sehr bedenkenswert. Glück gehabt ❣️ Ich wünsche dir und deinem Christoph alles Gute und viel Spaß im Leben auch ohne Motorrad ❤️‍ Ich drück dich in Gedanken und fahr in diesem Jahr auch paar Kilometer für dich mit ❣️

  23. Liebe Julia,
    durch eure Touren warst du für meine Tochter immer ein echtes Vorbild. Sie hat eure Reisen und Geschichten mit großem Interesse verfolgt, und ich glaube, ein Stück dieser Begeisterung fürs Unterwegssein, insbesondere die jährliche Vater-Tochter-Tour, ist dadurch auch auf sie übergesprungen. Lustigerweise haben sich unsere Reiseziele ja immer wieder erstaunlich geähnelt – nur dass ihr sie meist im deutlich schnelleren Durchgang erlebt habt.
    Ein bisschen schade finde ich tatsächlich, dass das Nordkapp am Ende nicht mehr in eurem Reiseplan war. Da geht euch beiden sicher ein ganz besonderer Moment verloren. Aber gleichzeitig kann ich deine Entscheidung gut verstehen. Im Leben muss man irgendwann Prioritäten setzen, und manchmal verändern sich einfach die Wege, die man gehen möchte. Und am Ende gibt es ja unzählige Möglichkeiten, die Welt zu entdecken – auf ganz unterschiedliche Arten.
    Wenn ich an meine eigenen Reisen zurückdenke, dann hat das bei mir auch ganz klassisch angefangen: erst mit dem Rucksack, später mit dem Fahrrad und irgendwann wurde dann das Motorrad zu meinem Vehikel fürs Reisen. Die Art zu reisen hat sich verändert, aber eines ist über all die Jahre gleich geblieben: dieses Gefühl von Fernweh und die Neugier auf das, was hinter dem nächsten Horizont liegt.
    Gerade deshalb hoffe ich sehr, weiterhin deine Texte lesen zu können. Deine Art zu schreiben und von unterwegs zu erzählen hat immer etwas sehr Echtes und Inspirierendes. Und ich finde, „Mädchenmotorrad“ kann ruhig bleiben – denn ganz egal, wie sich Dinge verändern, es ist ja ein Teil deines Lebens und deiner Geschichte.
    Viele herzliche Grüße
    Hergen

  24. Hallo Julia,
    ein Hobby ist kein Hobby mehr, wenn es sich nicht mehr gut und richtig anfühlt. Dein Leben hat sich radikal verändert und somit auch Deine Sicht darauf… Schön dass Du Deine positive Lebenseinstellung nicht verloren hast und Dich anderen schönen Dingen zuwenden kannst!
    Und vielleicht kribbelt es irgendwann ja wieder. Ob Pause oder Ende – das lass in Ruhe auf Dich zukommen.

    Ich selbst habe im zarten Alter von 50 Jahren meinen Motorradführerschein gemacht. Auf Deiner Seite bin ich gelandet, weil ich per Google das “Trauma” meines Umfallers in der Fahrschule lösen wollte. Gegangen bin ich wieder mit dem unbändigen Wunsch, selbst Motorradreisen zu machen. Immerhin sind wir dann bis nach Spanien gekommen… 🙂
    Soll heißen: Danke für die Inspiration, die Du mir gegeben hast!

    Genieße Dein Leben weiterhin so wie es für Dich richtig anfühlt, verliere nicht den Humor und vor Allem: bleib gesund.
    Viele Grüße an Dich und auch an Monika (die vermutlich keine halbe Stunde von mir entfernt wohnt 🙂 )

    Heike

  25. Dear Julia, you blog from mid Febr. is in my inbox for over a month now reminding me of the fact that I wanted to reactie to this last blog of yours. I hope you can understand this reaction in English. I am a female rider from NL, following your motorbike blogs for many many years now. I really enjoyed reading them and they have given me lots of inspiration to explore the countries and regions you drove (Ireland is next, already downloaded your tracks). I do fully understand your decision. Life takes a different lane sometimes. And it is good to follow that lane. You have fantastic memories of all your motorbike travel to take with you. You will make new memories in your ‘new’ life. Thank you so much for all your reports and photos. I wish you all the best.

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