Endurofahren an der Ardèche – Part 1

Träumen ist erlaubt

Sich die goldene Oktobersonne Südfrankreichs in das Gesicht scheinen, den letzten Duft von Lavendel um die Nase wehen lassen und die ersten Winter-Vorboten auf Berggipfeln entdecken..

…. das in etwa war meine Vorstellung vom Endurofahren fahren Ende Oktober an der Ardèche.

Daher passte das Angebot von Endurofuntours perfekt, etwa zwei Wochen nach der Sportfahrergruppe in einer Gruppe mit etwas weniger ambitionierten Enduristen 5 Tage den Süden Frankreichs zu erkunden. Mangels eigenem fahrbaren Untersatz hat mich die Firma Beta für diese Zeit mit der kleinen Alp 200 ausgestattet. Und so machte ich mich gemeinsam mit einem Mitstreiter und unseren zwei treuen Rössern uns dicht auf dem Anhänger folgend auf die Reise bis kurz hinter Montelimar.

 

Die schöne Beta Alp 200
Die schöne Beta Alp 200

 

Schrauben noch vor dem Fahren

Durften wir den Wettervorhersagen glauben, so würde uns außer den ersten Vorboten des Winters wenig von meinen persönlichen Südfrankreich-Träumen hier in der Realität erwarten. Schlimme Unwetter wüteten in der Region und wir hofften während der Anreise im klimatisierten Auto, dass bis zu unserer Ankunft das Schlimmste vorbei sei. Da hilft aber nur abwarten.

Kaum vor Ort angekommen, wird direkt meine fast fabrikneue Beta von den beiden Cracks der Runde – Jochen und Peter – kritisch unter die Lupe genommen. Ein bisschen Begeisterung für das kleine Spaßmobil paart sich mit einem kurzen Eignungstest auf dem Parkplatz. Nach zwei kleinen Runden sind auch schon die ersten Umbaumaßnahmen abgemacht: Die hinteren Blinker müssen weichen, genauso wie einer der Spiegel. Überflüssige Luft kommt aus dem Reifen, nur die zwei Haltegriffe möchte ich unbedingt zum Aufheben des kleinen Zweirads behalten. Ich kenne doch mich und mein fahrerisches Können! Da kann eine “Aufhebe-Vorrichtung” sicher nicht schaden. 😉

Als sehr hilfreich erweist es sich, dass ich schon mal die ersten Schrauben löse und beim Geräusch der in den Luftfilterkasten fallenden Kontermutter klar wird, dass wir uns nun das Innenleben der Beta noch genauer anschauen müssen! Die eigentlich schraubenden Fachleute sind begeistert angesichts meiner Hilfe! Mit der auf dem Handy heruntergeladenen Bedienungsanleitung kämpfen wir uns also unter die Sitzbank, vorbei an der Batterie bis zum Luftfilterkasten, in dem auch tatsächlich die verloren geglaubte Mutter sitzt. Nun ist es nur noch ein kurzer Weg, alles wieder zusammen zu bauen und die rot-weiße Schönheit bereit für Ihren Einsatz in die wärmende Garage zu schieben.

 

Bausatz

 

Aber auch die bunte Mischung der anderen Motorrädern wird noch an diesem Nachmittag tourentauglich umgebaut. Bei der abendlichen Frage, wer welche Ersatzteile für die Gruppe in den nächsten Tagen mitnimmt, war ich doch sehr erstaunt, für welche Reparaturen der Chef von Endurofuntours Jochen Ehlers und die anderen Mitfahrer so ausgerüstet sind. Ich war ja schon stolz, einen zweiten Bremshebel dabei zu haben! Wie immer am Abend vor meinem ersten Endurotag gehe ich kleinlaut ins Bett und hoffe, am nächsten Tag nicht der Bremsklotz der Gruppe zu sein.

 

Wo genau ist die Sonne?

Am nächsten Morgen bewahrheitet sich leider die angekündigte Wettervorhersage! Die südfranzösische Sonne rinnt in Strömen an den Fenstern herab und prasselt auf das Dach. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und bei den acht Grad auf dem Thermometer fehlte definitiv die führende 1.

Anders als beim Fahren auf der Straße fehlt mir aber jegliche Idee bezüglich der Kleidung beim Endurofahren bei solchem Wetter. Einmummeln wie auf der Straße fällt einfach flach, bewegen kann ich mich da nämlich quasi nicht mehr. Aber so gar nicht wasserfest einpacken, kommt angesichts der Außentemperaturen auch nicht in Frage. Und so schleppe ich alles, was ich an Kleidung besitze, morgens erstmal mit zum Sammelplatz und beäuge die Ausrüstung der anderen Teilnehmer.

Zu meiner Beruhigung schauen aber auch die anderen Mitfahrer kritisch an den immer noch wolkenverhangenen Himmel und befragen die Regen-Apps auf ihren Mobiltelefonen. Einstimmige Entscheidung: Wir warten noch ein bisschen bis zur Abfahrt.

 

Unter dem Holtunterstand
Warten auf den Sonnenschein

 

Gruppenbild
Erste Instruktionen für das Fahren im Gelände

 

Ich nutze die Zeit, um die kleine Beta noch einmal mit frischem Benzin aufzufüllen. 10 Minuten später bin ich zurück am Hotel und bis auf die Unterhose durchnässt, aber immer noch hoch motiviert! Auch die anderen Jungs und Konni, neben mir die zweite weibliche Mitstreiterin, wollen nun endlich los und so machen wir uns mit tropfenden Helmen und beschlagenen Brillen auf die ersten Meter unserer fünftägigen Reise.

 

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Erste Ausfahrt

Die erste Tour der Endurowoche geht von Joyeuse aus in einem kleinen Bogen nach Westen zwischen die Drobie und die Sure. Schon kurz hinter dem Ortsausgang von Joyeuse biegen wir unerwartet von der Straße ab und folgten Jochen Ehlers auf kleinen, noch eher einfachen Wegen an abgeernteten Weinbergen vorbei und durch die zahlreichen Pfützen hindurch. Trotz meines durch das Wetter vernebelten Blicks leuchtet meine Augen auf! Was ist die Beta Alp 200 doch für ein tolles Motorrad! Eine für mich beruhigende Größe, für diese Verhältnisse vollkommen ausreichende PS-Anzahl, leicht wie ein Fahrrad und mit einem Gripp der Reifen bei diesem Wetter, der mich fast an Saugnäpfe erinnert.

Ich fasse zunehmend Vertrauen, in mich, das Motorrad und dass die Gruppe auf mich aufpasst! Bei den ersten engen Kehren in einer Wiese nehme ich lieber noch die für mich sich sicherer anfühlende Sitzposition ein. Ja, ja, beim Endurofahren sollte man stehen. Egal, bei dem Wetter sieht eh keiner, was ich vorne mache! Aber ich fühle mich so wohl und bekomme trotz des Wetters das Grinsen nicht aus dem Gesicht! Unerwartet taucht eine Ansammlung von Häusern vor uns auf, die wir für einen ersten Stopp nutzen! Zwar können wir nicht die atemberaubende Aussicht genießen, dafür aber etwas über die Region lernen. Diese Häuser liegen an dem ehemaligen Pfad der Maultiertreiber und waren zu früheren Zeiten kleine Verkaufsläden. So konnte man in den hölzernen Touren einfach zwei Klappen herunterlassen und diese als winzige Theke benutzen. Eines dieser Häuser haben wir uns auch von innen angesehen.

 

Fröhliche Pause

 

Wir folgen weiter unserem Tourguide Jochen, der uns immer wieder verblüfft, welche legalen Wege und Strecken er in dieser Region kennt! Der nächste Stopp ist an einem der vielen Wasserspeicher, die dieser Region im Wald gebaut und gut ausgeschildert für eventuelle Rettungsmaßnahmen sind. Die etwas fortgeschrittenen Fahrer unserer Gruppe nutzen die Pause, um sich an einem etwas anspruchsvolleren Aufstieg auszutoben. Wenn aber der feuchte Lehm aus einem Stollenreifen einen Slickreifen macht, nützen auch Kraft und Kondition nicht mehr, um das Zweirad elegant den Berg herauf zu fahren. Ich bewundere die Geduld und den Ehrgeiz, bis die Husqvarna wieder waagerechten Boden unter ihren nun gelben Reifen hat.

 

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Ich strahle weiterhin über beide Ohren, als wir uns auf die dritte Etappe des Tages machen! Es stellt sich zum ersten Mal nach den zwei Tagen in Mecklenburg-Vorpommern und den anderthalb Tagen bei Stefans Endurotraining so ein winziges bisschen Routine beim Enduro fahren für mich ein! Ich bekomme nicht mehr bei jedem Stein Schnappatmung und auch glitschige Steinpassagen bergauf meistern meine kleine rot-weiße Freundin und ich elegant! Nun ja, mehr oder weniger elegant.

Ein Baum hat sich uns in den Weg geworfen, was wir aber routiniert als Gruppe ohne Probleme meistern.

 

 

Abwurf

Vermutlich werde ich durch eben dieses Gefühl etwas nachlässig und lasse in der Konzentration etwas nach, als wir auf einem eher einfachen Stück einen Waldweg entlang rollen. Anders ist es für mich nicht zu erklären, dass mich die kleine Beta vollkommen unerwartet abwirft!

Ich schaffe es nicht einmal mehr, die Füße von den Rasten zunehmen, so dass ich ungebremst mit der Schulter den französischen Waldboden küsse. Autsch! Das hat gescheppert! Ich hebe noch schnell einen Daumen, um meinen Mitfahrern anzudeuten, dass alles okay ist! Allerdings habe ich da die Rechnung ohne meine Schulter gemacht! Scheibenkleister, es knirscht beim Bewegen! Ich merke, wie ich schon bei dem Gedanken weiß um die Nase werde und beschließe, nicht mehr die starke Frau zu markieren!

Füße hoch, Kopf nach unten und überlegen, wie es nun weitergeht. Ich gebe zu, dass im Moment an weiterfahren nicht zu denken ist. Schnell werde ich mit Getränken versorgt und bin froh, auch Schmerztabletten eingepackt zu haben! Ich hoffe dass zwei davon, gepaart mit meinem Adrenalin, für die Strecke bis zum Hotel ausreichen. Angesichts des schlechten Wetters und meiner misslichen Lage habe ich dankenswerterweise schnell ein paar Mitfahrer, die mich sicher bis zum Hotel geleiten. Scheiße ist das kalt! Wenn man nicht mehr durch die Berge klettert und eher langsam unterwegs ist, bläst der kalte Fahrtwind doch ganz ordentlich. Meine vor Schmerzen verkrampfte Haltung macht die Sache nicht gerade besser. Beim Arzt wird aus meinem schlechten Gefühl traurige Gewissheit. Schultereckgelenksprengung! Wer braucht denn sowas, wer braucht sowas am ersten Tag, wer braucht sowas in Frankreich!? Und das, wo ich gerade so viel Spaß beim Enduro fahren hatte wie noch nie! Ich bin gefrustet.

Bei der Rückkehr der anderen Mitstreiter mache ich noch gute Miene zum bösen Spiel und gebe mich hoffnungsvoll. Aber angesichts der Schmerzen ist mir schnell klar, dass an Motorradfahren nicht mehr zu denken ist. Daher ist diese Reise für mich zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen hat. Ich genieße noch einmal das Abendessen im Kreise der wirklich tollen Truppe.

Die folgenden Zeilen sind aus den vielen Berichten der Mitfahrer entstanden. Ich wäre wahnsinnig gerne mit euch die weiteren Tage durch Frankreich gefahren!

 

Tag 2 – erste Sonnenstrahlen

An Tag 2 zeigt sich Frankreich von der etwas schöneren Seite. Der Dauerregen ist einem wolkenverhangenen Himmel gewichen, aber es ist trocken. Was will man mehr!

Nach dem Frühstück macht sich die Gruppe in die entgegengesetzte Richtung zum Vortag auf den Weg und erkundet von Joyeuse aus das Gebiet nordöstlich der Ardèche. Über Ruoms geht es auf kleinen Wegen Richtung Gras. Am Horizont beweisen die ersten verschneiten Berggipfel, dass der Winter naht. Über wundervolle Höhenstraßen geht es immer am Kamm (route de cretes) entlang mit Blick auf Valvignères und Alba-la-Romaine. Es tut gut, sich die wärmenden Sonnenstrahlen bei einer Pause auf der Anhöhe auf den Pelz scheinen zu lassen. In einem großen Bogen wird die L’Ibie überquert und es geht schon wieder zurück über die Ardèche Richtung Joyeuse.

 

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Tag 3 – Regenpause

Am dritten Tag meint es das Wetter noch schlechter mit der Gruppe als am ersten Tourtag. Es regnet ohne Unterlass und bei den Temperaturen möchte man nicht mal einen Hund vor die Tür jagen. Bis auf die beiden unentwegten Enduristen Jochen und Peter entscheiden sich alle anderen Teilnehmrn für ein Alternativprogramm mit Rädern und Klimanlage.

Caverne du Pont-D’Arc

Erstes Ziel des Tages ist die “Caverne du Pont-d’Arc“, ein Nachbau der unmittelbar in der Nähe befindlichen Grotte “Chauvet-Pont-d’Arc”, die die ältestens bis heute bekannten Höhlenmalereien zeigt, die vor ca. 36.000 Jahren entstanden sind.  Der Nachbau ist quasi ein “best-of” der eigentlich Grotte aus Kunstharz und Beton. Viel zu empfindlich und zu wertvoll sind die Malereien in der Originalhöhle, in der permanent Klima und Luftfeuchtigkeit kontrolliert und reguliert werden.

Aber selbst in den 55 Millionen Euro teuren Nachbau darf immer nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern, die über den Eintrittspreis automatisch an einer der Führungen (verfügbar in französisch, englisch und deutsch) teilnimmt. Ist gerne keine passende Führung dabei, kann mittels Audioführer auch an einer anderssprachigen Führung teilgenommen werden.

Das Fotografieren in der Höhle ist streng verboten. Die folgenden Fotos sind aus der offiziellen Mediathek der Grotte!

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Gut gewärmt geht es für die Gruppe weiter zu einer Art Motorradmuseum oder eigentlich mehr motorrad- und autogeschichtlichem Sammelsurium. Der Besitzer lässt sich unter keinen Umständen erweichen, sie in seine Hallen zu lassen, aber umsehen dürfen sie sich.

 

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Neovinum in Ruoms

Der nächste Abstecher geht in das Neovinum in Ruoms. In drei verschiedenen Räumen entführt der Winzerverband der Ardéche (UVICA – Union des vignerons des Coteaux de l’ardéche) seine Besucher in die Welt des Weinanbaus, der Herstellung und des Geschmacks rund um die regionalen Weine. Eine mehrsprachige Tour mit einem Audioguide lässt einen in die Welt der ca. 14 genossenschaftlichen Weingüter blicken und man darf virtuell an der Entstehung eines Cuvées teilnehmen. Eine Weinprobe oder ein Rundgang durch den Shop, der neben den vielen Weinen und Sektsorten auch andere regionale Produkte und Spezialitäten zu bieten hat, runden diesen eindrucksvollen Besuch ab.

 

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So neigt sich auch dieser regenreiche Tag dennoch mit vielen interessanten Einblicken dem Ende zu. Der nicht enden wollende Regen bestätigt, mit dem Pausentag die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

 

Tag 4 – erste Sonne nach dem Regen

Der vierte Tag beginnt bedeckt, aber die Wettervorhersage verheißt einen tollen Tag. Daher startet die Gruppe pünktlich in voller Mannschaftsstärke und begibt sich auf den Weg Richtung Süden – immer der Sonne entgegen. Tiefe Pfützen sind stille Zeugen der Regenfälle der vergangenen Tage. Auf den bewegten Bildern ist zu erkennen, dass sich die Wassermaßen aber auch immer noch fließend ihren Weg Richtung Tal suchen und somit der ein oder andere Feldweg eher zu einer Flußdurchfahrt mutiert.

Nach der Überquerung des “Chassezac”, der entsprechendes Hochwasser führt, geht es weiter über Beaulieu bis nach Barjac. Passagen auf bewaldeten Bergkämmen mit weiten Ausblicken in die umliegenden Täler wechseln sich mich spannenden Auf- und Abfahrten durch Weinberge, auf Eselspfaden und durch weitläufige Ebenen ab. Endlich können Picknickpausen in der Sonne eingelegt oder die wärmenden Steine vor einer Kirche für ein kleines Nickerchen genutzt werden. Aber auch eine echte Pause mit Getränken und Essen darf heute nicht fehlen. Es muss doch ausgenutzt werden, wenn man nach den vielen Regentagen nun einmal nicht mehr aussieht, als wenn man in einer Schlammsuhle übernachtet hätte. 😉

Ein kleinerer Bandscheibenvorfall bremst die Truppe kurz ein, aber die Einnahme verschiedener Schmerzmittel macht die Weiterfahrt dann doch möglich.

Ausgepowert, zufrieden und voller Eindrücke kommen die Tourteilnehmer wieder im Hotel an, welches wie an den vergangenen Abenden wieder einmal mit einem tollen und abwechslungsreichen 3-Gang-Menü für einen gemütlichen Ausklang des Abends sorgt. Es soll auch Rotwein gegeben haben, behaupten unbestätigte Quellen! 😉

 

 

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Tag 5 – Brücken, Wasser und auch Tunnel

Am fünften Tag wird die Reisegruppe endlich einmal vom langersehnten Sonnenschein frühmorgens geweckt. Der letzte Tag, aber angesichts des Wetters haben alle Hummeln im Hintern. Auch die etwas stärker “duftende” GasGas wird für den kommenden Tag vorgewärmt.

 

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Es werden viele Gelegenheiten für Fotostopps genutzt, zu sehr hat man darauf in den vergangenen Tagen bei den Regenfällen verzichten müssen. Wieder geht es nach Süden, wieder über den Chassezac. Diesmal geht es aber Richtung Banne und bis kurz vor Besseges.

 

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Es wird immer wärmer, die Sonne zeigt noch, welche Kraft sie hat. Aber auch der Freeride wird immer wärmer, da der Lüfter seinen Dienst verweigert. Also muss wieder einmal das handwerkliche Geschick der Mitfahrer in Anspruch genommen werden, so dass man es gemeinsam schafft, provisorisch einen manuellen Schalter für den Lüfter einzubauen. Die Mitstreiter nutzen die Gelegenheit, ihre müden Knochen auszustrecken oder im Schatten ein kurzes Nickerchen zu machen.

 

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Als die KTM endlich wieder fahrtüchtig ist, geht es über Stock und Stein weiter den Berg hinab und durch die südfranzösische Landschaft. Hinter jeder Wegkreuzung warten neu Impressionen und ein sich stets veränderndes Naturspektakel.

 

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Nächster Fotostopp wird an einer kleinen Brücke gemacht, die für alle noch mal eine kleine Herausforderung ist. Gott sei Dank lässt sich keiner von dem nur einseitig angebrachten Geländer ablenken. Von der anschließenden Durchfahrt zweiter unbeleuchteter Tunnel gibt es ein paar Fahraufnahmen, aber keine Fotos. Erst als alle wieder das Sonnenlicht erblicken, klicken die Auslöser wieder.

 

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Eine Stärkung ist nun mehr als verdient. Es werden die letzten Kilometer in Angriff genommen und bei untergehender Sonne noch einmal der spektakuläre Ausblick genossen.

 

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Was für eine tolle Reise, was für eine beeindruckende Landschaft, die man durch Jochen Ehlers, der einen absolut ortskundig durch kleinste Passagen sicher lotst, kennenlernen darf. Beim nächsten Mal bleibe ich einfach auf dem Motorrad sitzen und kann so die ganze Zeit genießen. Ach ja, uns ich kreuze für alle bei der Buchung die Option.”besseres Wetter” an. 😉

 

Anmerkungen zur Reise

Anmerkung 1:

Es wird noch zwei weitere Berichte zu dieser Reise geben. Der eine beschreibt weitere Ziele und Ausflugstipps rund um das Endurowandern an der Ardeche. Der andere wird dem kurzen – aber wirklich genialen – Vergnügen mit der kleinen Beta Alp 200 gewidmet sein.

Anmerkung 2:

Vielen Dank für die Erzählungen und Fotos an Jochen, Konni, Ralf, Jochen, Erwin, Peter, Michael, Holger, den zweiten Jochen und den zweiten Michael. Und natürlich für die nette Krankenbetreuung.

 

4 comments on “Endurofahren an der Ardèche – Part 1

  1. Wenn jemand Deinen ersten Spaß mit anschließendem Frust versteht, dann ich.
    Ligurien auf KTM 450 EXC – ein herrlicher Spaß bei bestem Wetter. In 2.500 m Höhe strahlte mein Gesicht mit der Sonne um die Wette, als ich ein kleines, vereistes Rinnsal quer über die Schotterpiste übersah. Es kam, was kommen musste: Vorderrad weg, ich hinterher. Ergebnis: Käthe heile, ich nur so halbwegs. Rippchen nicht so recht in Ordnung. Die Freunde haben das Möppi auf- und mich draufgehoben. Die Rückfahrt war leicht schmerzhaft, hat aber sogar noch später auf gewundenen, asphaltierten Bergabstraßen heftig Spaß gemacht. Dank einiger Schmerzmittel konnte ich den restlichen Tag überleben und wurde auf der Heimfahrt bei einer Pause von einer lieben Freundin mit dicken IBUs versorgt.
    Ja, Mopped fahn iss nix für Mädchen… 😉

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