Rumänien – Tag 10 – Pässewahnsinn

Ist heute nicht Sonntag?

Heute bin ich ganz kurz vor dem Weckerklingeln wach! Die wenigen Sonnenstrahlen, die ins Fenster schauen, kitzeln einen erwartungsvoll an der Nasenspitze.

Monika schläft noch und ich werfe einen ersten Blick aufs Handy. Mein Gott, für Sonntag habe ich aber wirklich schon viele WhatsApp-Nachrichten um diese Uhrzeit. Haben die alle nichts zu tun?

Erst als die ersten sich eine gute neue Arbeitswoche wünschen, begreife ich so langsam, dass wir nicht Sonntag, sondern Montag haben! Ich glaube, das ist das beste Zeichen im Urlaub, wenn man die Zeit vergisst!

 

Was für ein Ausblick auf das Fagarasch-Gebirge
Was für ein Ausblick auf das Fagarasch-Gebirge

 

Vom Balkon bietet sich ein wundervoller Blick über den wolkenlosen Himmel Richtung Transfagarasan! Ich glaube, besseres Wetter könnte man für diesen Pass nicht haben. In Rekordzeit von 20 Minuten haben wir unsere Rollen gepackt, sind gewaschen und angezogen und beladen die Motorräder.

 

Nach dem Frühstück ist vor der Abfahrt

 

Frühstück -lecker
Frühstück -lecker

 

Wir liegen sehr gut in der Zeit, als wir um 8:50 Uhr den Hotelparkplatz verlassen. Es ist noch niemand unterwegs an diesem Montagmorgen, und einsam durchbrechen unsere zwei Motorräder die Stille in den Wäldern.

 

Die ersten Meter durch stille Wälder
Die ersten Meter durch stille Wälder

 

Nach wenigen Kilometern biegen wir links auf die Transfagarasan ab. Wie jeden Morgen muss ich mich erst einmal wieder daran gewöhnen, mit dem schweren Motorrad und mir den Tanz in und um die Kurven zu starten.

Die Sonne scheint hinter den Kurven unerwartet frech direkt in unsere Augen. Weiter oben wird es etwas besser und etwas berechenbarer. Aber kann man sich bei diesem Wetter über überhaupt irgendwas beschweren?

 

Die Sonne blendet ganz schön!
Die Sonne blendet ganz schön!

 

Menschenleere und autofreie Straße
Menschenleere und autofreie Straße

 

Stürmische Passfahrt

Bis zur Passhöhe hinauf haben wir genau drei Autos vor uns, auf 30 km! Wie genial ist das bitteschön! Aber kaum haben wir die Wälder verlassen, bläst uns wieder ein strammer Wind entgegen. Nur diesmal ist er böig und erwischt uns sehr unerwartet. Und so eiern wir den Pass hinauf – eiern, da die Straße lange Längsrillen hat. Hat man sich einmal für eine entschieden, haut einen der Wind in die übernächste. Aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, geht es auch irgendwie! Bei dem ein oder anderen Fotostopp ist es kaum möglich, die Kamera in der Hand zu halten, so stürmt es.

 

Blick zurück - etwas wehmütig
Blick zurück – etwas wehmütig

 

Schattenspiele
Schattenspiele

 

Der graue Asphaltwurm im Morgenlicht
Der graue Asphaltwurm im Morgenlicht

 

Ein Foto mit CBF,
Ein Foto mit CBF,

 

 

und eins mit V-Strom
und eins mit V-Strom

 

Und wir beide dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Und wir beide dürfen natürlich auch nicht fehlen.

 

Weit über mir sehe ich, dass es hier auch eine Gondel gibt. Das habe ich vor zwei Tagen noch für Strommasten gehalten! Wer ist denn bitteschön so wahnsinnig, hier mit der Gondel rauf zu fahren! Sie fährt in Zeitlupentempo, vermutlich macht ihr der Wind genauso zu schaffen.

 

Gondel in schwindelnder Höhe
Gondel in schwindelnder Höhe

 

Am Balea lac halten wir nicht an. Der hatte Wind bläst den Staub waagerecht über die Straße, und bei 8 Grad haben wir auch keine Lust, die Parkplatzgebühr zu bezahlen. Wir fahren durch den Tunnel und erst jetzt fällt mir auf, dass er in diese Richtung deutlich bergab geht! Das ist mir vor zwei Tagen nei der Herfahrt nicht aufgefallen, dass wir hier noch mal ein paar Höhenmeter gemacht haben.

 

Düsterer Tunnel durch den Berg
Düsterer Tunnel durch den Berg

 

Auf der anderen Seite fahren wir in weiten Kurven wieder ins Tal hinab. Kaum zu glauben, dass man hier auf 80 km eine Passstraße hat, die nur von ganz wenigen Pensionen unterbrochen wird und eigentlich frei von Zivilisation ist. Ich bin total begeistert!

 

Ausblick direkt hinter dem Passtunnel
Ausblick direkt hinter dem Passtunnel

 

Endlose Weite, kein Mensch unterwegs
Endlose Weite, kein Mensch unterwegs

 

Foto für W.S. aus L.: Camping direkt am Berg
Foto für W.S. aus L.: Camping direkt am Berg

 

Wasserfall und noch mal See

In Rumänien fährt man als Motorradfahrer eine andere Kurvenlinie, als man dies in Deutschland kennt. Man fährt die Kurve außen an, sieht das erste Schlagloch und verändert den Radius nach innen. Dort ist aber ein noch größeres Schlagloch, weshalb man wieder die Kurvenlinie nach außen wählt, um sie dann wegen einer langen Längsrille hart nach innen zu verengen. Es ist also mehr die rumänische Acht, die ich hier als Kurventechnik verwenden würde.

An einem kleinen Wasserfall machen wir einen ersten Zwischenstopp.

 

Foto am Wasserfall
Foto am Wasserfall

 

Heute nehmen wir uns dann auch noch einmal Zeit für ein paar Fotos am Lacul Vidraru. Er konnte ja vorgestern nichts dazu, dass wir wegen des Radrennens genervt waren und seine Schönheit nicht wirklich beachtet haben. Wir begegnen einigen Motorradfahrern, Internationalität wird groß geschrieben. Schweden, Finnen, Franzosen und noch die beiden vermutlich gleich sehr frierenden Biker aus der Ukraine kreuzen unseren Weg.

 

Aussicht mit Helm
Aussicht mit Helm

 

Aussicht ohne Helm
Aussicht ohne Helm

 

Seeblick weiter oben
Seeblick weiter oben

 

Ein letztes Abschiedsfoto vom Motorrad, genau unterhalb der Schrift haben wir am Samstag gestanden – mit so vielen anderen…

 

Warteplatz beim Radrennen
Warteplatz beim Radrennen

 

In Capatanenii machen wir dann unsere wohlverdiente Kaffeepause! Wir schwelgen in Erinnerungen über diese geniale Passstraße.

 

Kaffeepause auf toller Terrasse
Kaffeepause auf toller Terrasse

 

Die Motorräder stehen auf gar keinen Fall im Parkverbot!
Die Motorräder stehen auf gar keinen Fall im Parkverbot!

 

Kurze Inspektion, bevor der Scotti gar kein Öl mehr hat
Kurze Inspektion, bevor der Scotti gar kein Öl mehr hat

 

Auch hier ein letzter Blick zurück!
Auch hier ein letzter Blick zurück!

 

Schaf-Wahnsinn und Kreiselchaos

In Curtea de Arges biegen wir nach Ramnicu Valcea ab.  Eine große Schafherde bremst uns etwas aus. Weiß hier eigentlich irgendjemand, wann wir, der Gegenverkehr oder niemand fahren kann? Die Hütehunde zu unserer Linken traben gelangweilt durch das Gras, die Hunde beim Schäfer versuchen wie irre in den Schäferstock zu beißen! Was für ein Wahnsinn! 🙂

 

Schafherde - totale Anarchie!
Schafherde – totale Anarchie!

 

Besser wird die Straße erst mal nicht mehr!
Besser wird die Straße erst mal nicht mehr!

 

Der Van ist fast fahrbereit, etwas Öl, dann geht das schon!
Der Van ist fast fahrbereit, etwas Öl, dann geht das schon!

 

Die Natur erobert sich vergessene Brücken zurück
Die Natur erobert sich vergessene Brücken zurück

 

Am Abzweig in Ramnicu Valcea verbringt TomTom eine Meisterleistung. Ich habe längst die Orientierung verloren, wann wir in welchem Kreisverkehr auf welche Hochstraße abgebogen sind, aber zielstrebig verringert sich die Restkilometerzahl. Nur schön, schön ist es hier wirklich nicht!

 

Die gesperrte Brücke

Unser größtes Abenteuer beginnen wir kurz hinter ob Ocnele Mari. Da uns die fast ein Liter Getränk aus dem Kaffee langsam in die Augen steigt, suchen wir schon länger entlang der Straße nach einem hübschen Baum oder Strauch. Dies ist aber auf den großen Überlandstraßen schwer zu findne. Also biege ich in Bunesti rechts ab, es wird ja wohl außerhalb des Ortes irgendwo ein einsames Fleckchen geben. Aber da habe ich die Rechnung ohne die Orte gemacht. Entweder gibt es einen tollen Baum, aber dort ist auch gerade eine vollbesetzte Bushaltestelle, oder aber es ist menschenleer, wir würden aber den Leuten quasi in den Vorgarten pieseln. Kommt also auch nicht in Frage.

Nachdem wir so in einer großen Schleife bis Budesti gekommen sind, ist auf einmal Schluss. Sie bauen eine Brücke neu und die Straße ist komplett gesperrt. Wir folgen der Umleitung, die aber für uns nicht erkennbar plötzlich im Nichts endet. Zwischen zwei Häusern geht nur noch eine Einfahrt entlang, einen weiteren Abzweig haben wir nicht gesehen. Wir drehen um und rollen zurück bis zu der gesperrten Straßenkreuzung. Sofort versuchen alle Bauarbeiter und zu helfen und uns den richtigen Weg zu weisen. Wo wir hinwollen, lautet Ihre Frage. Naja, grundsätzlich zur Transalpina! Es muss sich für sie so anfühlen, als würde man irgendwo zwischen Ulm und Augsburg in einem Wohngebiet festsitzen und behaupten, man möchte zum Fernpass! 😉

Aber die können ja nicht ahnen, dass diese absurde Schleife durch die Dörfer nur einer allzu menschlichen Dringlichkeit geschuldet war!

 

Sandtraining und Geleitschutz

Mehrfach versucht man uns die Umleitung entlang zu schicken, wir können uns aber nicht darüber austauschen, dass wir dies schon versucht haben. Schlussendlich gestattet man uns, neben der Baustelle die Sandfurt für die Baufahrzeuge anzuschauen. Monika prüft diese und befindet das Ganze als durchaus fahrbar! Und so schlingern wir mit unseren schweren Motorrädern die Sandpiste hinab, auf der Gegenseite klettert es sich deutlich leichter wieder herauf. Und vor lauter Aufregung habe ich nicht mal ein einziges Foto gemacht! Eine Schande!

Die Bauarbeiter lassen sich aber nicht nehmen, uns dann noch bis nach Horezu zu begleiten und uns dort erst zu verabschieden! Wieder einmal sehr nett, aber eigentlich ein unnötiges Abenteuer.

 

Von unserem Begleitschutz gibt es wieder ein Foto
Von unserem Begleitschutz gibt es wieder ein Foto

 

Ihr vermisst etwas bei dieser Geschichte?! Wir auch! Die Toilette!

Aber irgendwie ist jetzt eh alles egal, manche Dinge weint man einfach aus. An einer Tankstelle in Horezu machen wir dann einfach einen geordneten Stopp. Erleichtert können wir jetzt in aller Ruhe den weiteren Tag planen.

 

Selten so über eine Tankstelle gefreut
Selten so über eine Tankstelle gefreut

 

Mittagspause

Vor der Weiterfahrt wird uns bewusst, dass wir uns ab jetzt auf dem Rückweg befinden. Wir werden nicht mehr südlicher fahren, wir werden nicht mehr östlicher sein, ab jetzt ist jede Etappe ein Weg nach Hause! Wehmut schwingt mit!

Es ist weit nach 14 Uhr, und wir haben immer noch keine Mittagspause gemacht. Unser frisches Brot und der Käse müssen jetzt wirklich langsam verzehrt werden, meint zumindest mein Magen! Von daher biege ich an einer total romantischen Stelle an einem kleinen Bachlauf ab. Hier sitzen wir toll!

 

Pause am Bach
Pause am Bach

 

Stiefelchallenge
Stiefelchallenge

 

Zwei Straßenhunde schauen uns von der gegenüberliegenden Seite zu und hoffen vermutlich auf etwas Brot und Salami. Aber dann sind sie doch zu schüchtern und kommen nicht näher! Da uns einer dieser beiden Hunde vermutlich bis zur Hüfte gehen würde, haben auch wir ordentlich Respekt und locken die beiden nicht weiter an.

 

Nächste Baustelle

Kurz vor Pietra sehen wir das uns so vertraute Schild “drum in lucru” – Also eine Baustelle. Die Baustellenampel zeigt grün und so fahren wir dementsprechend beschwingt auch hinein! Das unmittelbar hinter der Kurve die Straße rechts an der eigentlichen Straße vorbei führt, damit habe ich nicht gerechnet. Schnell stelle ich mich in die Rasten, das hat sich bewährt! Leider habe ich mir vor Schreck aber vorher den neutralen Gang eingelegt, so dass ich in den Rasten stehend immer schneller werde und vor Schreck vergesse, wie man vielleicht schaltet. Erst als es auf der anderen Seite wieder hoch geht, fällt es mir wieder ein und ich tucker im zweiten Gang wieder hinauf. Mann, bin ich bescheuert!

Wir nehmen schnell die letzten Kilometer in Angriff, bevor der zweite große Pass – die Transalpina auf dem Programm steht.

 

Letzter Tankstopp

In Polopvragi wird uns schon seit Langem die letzte Tankstelle auf unserer Route angezeigt. Ich setze den Blinker links und erstarre. Die Tankstelle stammt scheinbar aus einer Zeit, als man noch mit einer Handpumpe aus Fässern den Sprit umpumpte. Da wir eh schon seit Rumänien mit E10 Benzin unterwegs sind, möchte ich unseren Motorrädern nicht auch noch den Schlamm aus einem nicht definierbaren Benzingefäß antun. Guter Rat ist teuer! Aber laut Karte fahren wir noch durch einen größeren Ort. Da muss doch noch was sein!

An der nächsten großen Kreuzung, an der es zur Transalpina geht, sind wir schon etwas besorgt. Die CBF braucht definitiv Benzin, sonst schaffen wir es nicht einmal bis zum Hotel, geschweige denn weiter! Ratlos stehen wir dort und befragen unsere Navigationsgeräte. Aber nichts! Da sehe ich in einem hohen Gartenzaun Schirme stehen und stelle fest, dass dies eine Bar ist! Wir fahren schnell dorthin und in unserem fließenden Rumänisch befragen wir die auf der Terrasse sitzen den älteren Herren nach der nächsten Tankstelle!

“500m!” schallt es uns auf englisch entgegen, das ist doch eine beruhigende Antwort! Und so machen wir unsere treuen Stahlrösser noch einmal bis oben hin voll! Hätten wir gewusst, dass auf den nächsten 5 km noch drei Tankstellen sind, hätten wir nicht solche Schweißflecken unter den Achseln gehabt!

 

Anfahrt zur Transalpina
Anfahrt zur Transalpina

 

Transalpina – das erste Stück

Die Transalpina ist der Hammer! Sie ist so ganz anders als die Transfagarasan heute morgen. Geht diese steil hoch und dann durch den Wald über ewige Kilometer runter, so gewinnen wir jetzt durch unbewaldete und verdorrte Grasflächen schnell an Höhe und fahren auf den ersten Hügeln oberhalb nach Ranca.

 

Bitumenkunst auf der Transalpina
Bitumenkunst auf der Transalpina

 

Wie anders ist doch die Natur an der Transalpina
Wie anders ist doch die Natur an der Transalpina

 

Die V-Strom an der Transalpina
Die V-Strom an der Transalpina

 

Erste Glücksgefühle
Erste Glücksgefühle

 

So hoch, aber noch lange noch oben
So hoch, aber noch lange noch oben

 

tolle Ausblicke
tolle Ausblicke
egal, wo man hinschaut
egal, wo man hinschaut

 

Immer wieder neue Eindrücke
Immer wieder neue Eindrücke

 

Hier scheint so richtig Tourismus vor zu herrschen und es gibt sogar ein Skilift am Ende des Ortes. Wir schrauben uns aber kontinuierlich über die kargen Hänge den Hang hinauf und fahren über Kilometer gefühlt auf einem Berggrat entlang.

 

Blick zurück auf Ranca
Blick zurück auf Ranca

 

Transalpina – Teil 2

Dann geht es wieder ein Stück runter, aber sofort danach wieder ein Stück hoch! Man verliert das Gefühl dafür, ob man nun eine Passhöhe erreicht hat oder noch nicht! Wir definieren unsere Passhöhe für heute an einer großen Ansammlung von Souvenir-Buden und Essensständen, die wir noch einmal für ein Fotostopp nutzen!

 

Beeindruckende Natur

Und wenn Du denkst, Du bist oben...
Und wenn Du denkst, Du bist oben…

 

.. bist Du es noch lange nicht!
.. bist Du es noch lange nicht!

 

Touribuden am Horizont
Touribuden am Horizont

 

Wir lassen es relativ gemütlich angehen, da wir nicht wissen, wo wir zuerst hinschauen sollen! Der innere Fotospeicher im Gehirn füllt sich zunehmend, es droht Impressionen-overload!

 

Jubelpose für die Nachwelt
Jubelpose für die Nachwelt

 

Auch die Motorräder werden nicht vergessen
Auch die Motorräder werden nicht vergessen

 

Diese Stimmung schicke ich per WhatsApp
Diese Stimmung schicke ich per WhatsApp

 

Aber so geht es mir wirklich!
Aber so geht es mir wirklich!

 

Abstieg

Jetzt geht es noch ein Stück an einem Hang entlang und dann auf der anderen Seite hinunter Richtung dem See Lacus Vidra. Schlagartig verändert sich die Landschaft, die Kehren werden eng und dichte dunkelgrüne Tannen beschatten den Weg! Ein paar Esel und Pferde kreuzen unseren Weg und ich halte Ausschau nach einem Bären! Immerhin habe ich vor ungefähr 200 km bereits seine Hinterlassenschaften eindeutig identifiziert!

 

Die ersten Meter bergab
Die ersten Meter bergab

 

Was ist beeindruckender? Berge oder die Wolken?
Was ist beeindruckender? Berge oder die Wolken?

 

Die Vegetation nimmt zu...
Die Vegetation nimmt zu…

 

Und schlagartig fühlt man sich wie im Schwarzwald
Und schlagartig fühlt man sich wie im Schwarzwald

 

Pferd und Esel sind auch da!
Pferd und Esel sind auch da!

 

Eine Kuh kommt uns entgegen, mitten auf der Straße! Sie schlendert so vor sich hin, als würde sie auf dem Weg in die nächste Bar sein! So eine Tiefenentspannung möchte ich haben.

 

Ab in die Pension

Kurz vor unserem Ziel biegen wir von der geplanten Route ab. Wir sind spontan umgebucht worden und haben jetzt eine Unterkunft fast direkt am Lacus Vidra! Das gibt morgen noch mal einen kurzen Umweg für einen Foto-Stopp.

 

Unser heutiges Quartier
Unser heutiges Quartier
Ritterlicher Flur
Ritterlicher Flur

 

Die Zimmer sind toll, wir fühlen uns fast ritterlich! Okay, es gibt wieder nur eine Bettdecke. So gut wir uns auch verstehen, damit haben wir beide definitiv ein Problem! Wie schon zuvor packen wir aber einfach unsere Mini-Schlafsäcke aus, dann funktioniert auch das!

 

Burgfräulein-Bett! Wir sind zufrieden!
Burgfräulein-Bett! Wir sind zufrieden!

 

Anmerkungen des Tages

Anmerkung 1:

Monika wollte heute morgen ihren Tageskilometerzähler auf Null stellen. Dabei ist dieses Zufallsbild entstanden! Kann man es besser timen?

 

Irgendwie auch genial, ungeplant morgens auf dem Parkplatz!
Irgendwie auch genial, ungeplant morgens auf dem Parkplatz!

 

Anmerkung 2:

Einen Bären haben wir heute morgen nicht auf der Paßstraße gesehen. Aber ich glaube wirklich, dass ich Bärenscheiße gesehen habe! Allerdings bin ich im Fährtenlesen ungefähr so gut, wie ein Esel beim Fliegen, deshalb könnten es auch die Hinterlassenschaften von Hühnern, Elefanten oder  Meerschweinchen gewesen sein. Für mcih war es aber ganz sicher von einem Bären!

Anmerkung 3:

Wir haben ja vor 2 Tagen bei der Vollsperrung kurz überlegt , über Cumpana abzukürzen und damit schneller voran zu kommen. Heute konnte man bei der Fahrt in die Gegenrichtung den oberen Abzweig gut sehen. Ich glaube, ich bin sehr froh, dass wir diese Straße nicht genommen haben, denn die halbe Straße bestand nur aus einer circa 30 cm tiefen Wasserrinne .

Anmerkung 4:

Wir haben auch noch ein paar belgische Motorradfahrer gesehen, neben den ganzen rumänischen natürlich. Die Tschechen zählen nicht wirklich, die waren auf Quads unterwegs. Also noch mehr Internationalität!

Anmerkung 5:

Extra für Hary gibt es Bilder von einer artistischen Sensation. Trotz mit dem Verbindungsreissverschluß verbundenen Kombi schaffe ich es auf dem Parkplatz, die wasserdichte Membran drunter zu ziehen! Ab 2020 bin ich damit im Cirque du soleil zu sehen! 😉

 

Vorbereitung ist alles für den Jackentrick
Vorbereitung ist alles für den Jackentrick

 

Und dann schwungvoll drunter ziehen - ganz einfach!
Und dann schwungvoll drunter ziehen – ganz einfach!

 

Anmerkung 6:

Das wir heute an einem Bach gesessen haben zur Mittagspause, das stimmt. Der Rest ist schamlos gelogen! Wir saßen unmittelbar neben der Nationalstraße und wenn gerade zwei große LKWs an uns vorbeigefahren sind, mussten wir unser Gespräch unterbrechen! Aber das verrate ich nur heimlich und nur ganz am Ende des Berichts! 😉

Anmerkung 7:

Ein Erlebnis von gestern habe ich echt in meinem Bericht einfach unterschlagen. Kurz vor unserem Ziel am Hotel sehen wir in einem Ort auf einmal ein 40er Schild, weil Bodenwellen dort sind. Diese Schilder haben wir zu Hunderten auf den letzten 3.500 Kilometern gesehen. Also springe ich als nächstes mit einem kleinen Satz auf die Holzbrücke, merke wie sie einfedert (die Brücke) und rumpele Bohle für Bohle auf die andere Seite. Ich erfahre Gottseidank erst später von Monika, wie sich jede einzelne Bohle unter dem Gewicht meines Motorrads an den Seiten nach oben gebogen hat.

Wie gut, dass Monika mir immer so dicht auf den Fersen ist, dass auch sie nicht weiter darüber nachdenken konnte und im wahrsten Sinne des Wortes ebenso über diese Brücke gebrettert ist.

 

Anmerkung 8:

Entgegen der Ankündigungen haben wir hier doch Internet – roaming – nix WiFi! Daher ist die Verbindung, na, sagen wir mal “zerbrechlich”. Daher fast ohne Korrekturlesen bin ich froh, überhaupt alles zu Papier gebracht zu haben! Vielleicht korrgiere ich in Deutschland die Berichte noch mal – vielleicht! 😉

 

Die Route

Mit Transalpina und Transfaragasch

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16 comments on “Rumänien – Tag 10 – Pässewahnsinn

  1. Die Gebirgsstrecken sind wirklich großartig. Auch die Bilder aus Siebenbürgen finde ich sehr gut. So bekomme ich noch Lust, den Resturlaub noch ganz schnell aufzubrauchen.
    Danke für die schönen Eindrücke!

  2. Ich wundere mich sowieso immer, wie Du so schnell und fehlerfrei Dinge ins Blog bekommst. Ich dafür viel länger, und auch nach dem 18. Gegenlesen sind noch Fehler drin.

    Tolle Bilder, geile Reise. Aber: Gibt es NUR E10 in Osteuropa? Und kann die V-Strom das echt gut ab?

    1. Hallo zusammen,wir waren letztes Jahr mit 7Pers. 5Bikes ,und dieses Jahr mit 11Pers 10Bikes , davon 2Gespanne , dieses Jahr 6000km ,letztes Jahr 6400km, jeweils 2Wochen in Rumänien-Karpaten. Das mit dem Benzin können wir nicht bestätigen, es gibt sehr viele Tankstellen alle mit gutem Super Benzin,keiner hatte irgend ein Problem damit!
      Die Zimmer und Restaurants waren alle sehr sauber und günstig im Preis , und immer mit freundlicher Bedienung .
      Auch die Bilder der Straßen hatten wir sehr selten so angetroffen. Es kommt natürlich drauf an welche Strecke man wählt.
      Allen Biker allzeit gute Fahrt,wenn jemand Info benötigt gerne in PN..

  3. Wow, was für ein beeindruckender, humorvoller und realitätsgetreuer Bericht. Respekt Bin zufällig darauf gestoßen und konnte beim Lesen alles mitfühlen. Herzlichen Dank dafür

    1. Hallo zusammen,wir waren letztes Jahr mit 7Pers. 5Bikes ,und dieses Jahr mit 11Pers 10Bikes , davon 2Gespanne , dieses Jahr 6000km ,letztes Jahr 6400km, jeweils 2Wochen in Rumänien-Karpaten. Das mit dem Benzin können wir nicht bestätigen, es gibt sehr viele Tankstellen alle mit gutem Super Benzin,keiner hatte irgend ein Problem damit!
      Die Zimmer und Restaurants waren alle sehr sauber und günstig im Preis , und immer mit freundlicher Bedienung .
      Auch die Bilder der Straßen hatten wir sehr selten so angetroffen. Es kommt natürlich drauf an welche Strecke man wählt.
      Allen Biker allzeit gute Fahrt,wenn jemand Info benötigt gerne in PN..

  4. Wirklich schön zu lesen! Ich war jetzt schon zwei Sommer in Rumänien unterwegs und werde da auch wieder hinfahren. Die beiden großen Pässe habe ich jeweils einmal voll und einmal menschenleer gefahren. Die leere Version ist eindeutig schöner! Vor allem die Beschreibung der Kurvenlinie ist sehr zutreffend, ich habe mich da wiedergefunden!

  5. Ich finde super wie Sie Ihren Motorradtour beschreiben. Machen Sie weiter so und eventuell am Ende der Reise, nach eine Bearbeitung ein kleines Reisebuch schreiben.
    Sie haben mehr Werbung für Rumänien gemacht als die rumänischen Reisebüro!!
    Weil ich aus Rumänien bin, Ihre Bilder und Beschreibung haben mich stark mitgenommen.
    Herzlichen Dank
    Radu

    1. Hallo Radu,
      vielen Dank für die netten Worte! Vielleicht mache ich tatsächlich am Ende ein kleines Buch daraus.
      Was würden Sie gerne eher lesen , oder weniger lesen oder mit “Bearbeitung” meinen?
      Gerne ist ein Tipp willkommen!
      Viele Grüße ,
      Julia

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