Rumänien – Tag 7 – Bicazklamm

Gedankenkarussell

Es ist 4 Uhr morgens! Ich werde wach und mein erster Gedanke gilt den möglichen Routen für heute! Sollen wir es wirklich über den Berg nach Bicaz versuchen oder doch auf Nummer sicher gehen und wieder durch die Baustelle hoppeln?

Was für ein Quatsch um diese Uhrzeit! Aber ich brauche fast eine halbe Stunde, bevor ich wieder einschlafen kann. Echt verlorene Zeit!

Beim Aufstehen stellen wir fest, dass heute wohl “Bad Hair Day” ist. Irgendwas ganz schrecklich Plastikhaltiges knisterte die ganze Nacht in den Kopfkissen und so sehen wir auch aus – als hätten wir mit den Fingern in der Steckdose geschlafen! Und nein, davon gibt es selbstverständlich keine Fotos! 😉

Der Blick aus dem Fenster und der kalte Wind, der durch die Balkontür hinein weht, zeigt das gleiche Wetter wie gestern! Es scheint kalt zu sein und die Berge sind wieder mal weg. Aber seit gestern haben wir die warmen Sachen ja griffbereit!

 

Zeit der Entscheidung

Im Hotel gibt es eigentlich erst ab 8:30 Uhr Frühstück! Die Betreiber haben sich aber gestern noch bereit erklärt, uns auch schon um 8 Uhr mit Tee und Leckereien zu versorgen. Als wir in den Raum kommen, stehen mal wieder Unmengen an Lebensmitteln bereit. Wir wissen, dass wir nicht die einzigen Gäste heute sind. Das beruhigt ungemeint! Dennoch ist man mal wieder erschrocken, wie wenig wir morgens frühstücken. Aber was nicht mehr passt, passt nicht mehr!

Wir haben uns entschieden, es tatsächlich auf dem direkten Weg über den Berg nach Bicaz zu versuchen. Zum Abschied erklärt man uns noch einmal kurz den Weg, wie wir zur der entsprechenden Straße kommen.

Ähm – wie war das noch mal? War das jetzt hinter dem Kloster oder vor dem Kloster? Ich biege einfach mal vor dem Kloster ab und schon nach 50 Metern musst Monika mir helfen, auf dem weichen Schotter zu wenden! Entweder sind wir hier (hoffentlich) falsch oder wir brechen an dieser Stelle einfach ab.

Hinter dem Kloster geht aber tatsächlich noch eine weitere Straße rein. Auf dem Wegstein steht, dass in ca 30 km Bicaz liegt, das wird ja wohl zu machen sein!

 

Die Straße beginnt harmlos.
Die Straße beginnt harmlos.

 

Endurowandern mit der CBF

Die Sonne zeigt sich immer öfter am zunehmend blauen Himmel und wir klettern fröhlich mal auf Asphalt und mal auf Waldpiste den Berg hinauf! Ja, wir müssen uns sehr konzentrieren, aber es ist wirklich machbar!

 

Die Strecke wird schlechter.
Die Strecke wird schlechter.

 

Aber der Ausblick ist genial
Aber der Ausblick ist genial

 

In einer breiten Kurve halten wir kurz an und genießen die tolle Aussicht! So schnell sind wir schon über den Wolken und es scheint wieder einmal ein prächtiger Tag für uns zu werden!

 

Hoch über den Wolken
Hoch über den Wolken

 

Da kann man nur strahlen!
Da kann man nur strahlen!

 

Ich fahre ja tatsächlich noch eine Straßenenduro, zwar mit Straßenreifen, aber immerhin Enduro! Aber was Monika mit ihrer CBF da hinter mir veranstaltet, verdient höchsten Respekt! Wie schon in den letzten Jahren bin ich der Meinung, dass Hondaprospekte über Jahre zurück umgeschrieben werden müssen! Die CBF ist und bleibt ein Offroad-Motorrad!

 

Und mal wieder Asphalt...
Und mal wieder Asphalt…

 

Aber so richtig bekommt man die schlechte Straße nicht aufs Foto gebannt!
Aber so richtig bekommt man die schlechte Straße nicht aufs Foto gebannt!

 

An einer einzigen Stelle reiht sich Pfütze an Pfütze und Loch an Loch. Wir halten kurz an, und ich gehe das einzige Mal auf dieser Straße zu Fuß die Strecke ab und prüfe mit den Stiefeln, wie tief die Pfützen sind. Entwarnung! Das ist mit ein bisschen Konzentration absolut machbar.

 

Pfützenkontrolle
Pfützenkontrolle

 

Und so hoppeln wir weiter über die Straße, ein Navi brauche ich nicht, es geht ja nur geradeaus. Das TomTom habe ich tatsächlich vorsorglich im Tankrucksack gelassen, da die gesamte Halterung schon einmal komplett gebrochen ist. Und sie soll ja mindestens bis nach Rumänien noch halten!

Mitten im Wald steht auf einmal ein Straßenschild nach Izvoro Muntelui, das ist tatsächlich unsere Richtung! Ich weiß aber auch nicht, wie und wo es woanders hingegangen wäre!

 

Letzte Meter auf der schlechten Straße
Letzte Meter auf der schlechten Straße

 

Ein paar Kilometer später sind wir dann wieder auf asphaltierter Strecke! Wir werden freundlich von einem Begrüßungstor willkommen geheißen! So viel Aufwand für die paar Leute, die sich über diese Strecke wagen?!

 

Willkommenstor vor Bicaz
Willkommenstor vor Bicaz

 

Tolle Ausblicke im Wald
Tolle Ausblicke im Wald

 

Vor Freude hüpfe ich auf der Strom herum und und tanze in den Rasten stehend ein Freudentänzchen!

Ich darf das jetzt mal sagen: “Wir machen das großartig! Langsam, besonnen, aber wir fühlen uns sehr gut dabei!”

 

Freie Fahrt zur Bicazklamm

Die Kilometeranzeige erklärt uns, dass wir in den letzten anderthalb Stunden 30 km geschafft haben. Bei einem Blick auf die Karte zeigt sich aber, dass wir jede Menge Zeit gespart haben, indem wir nicht wieder über die Baustellenpiste um den See herum gefahren sind! Außerdem haben wir einfach etwas Neues erlebt! Wir sind happy und auch ein bisschen stolz auf uns!

Wir haben freie Fahrt! Waren es im Wald zwar nur 11 Grad, so haben wir uns aber ordentlich warm gekämpft. Daher genießen wir nun den kühlen Fahrtwind an Tasca vorbei.

 

Freie Fahrt in toller Luft
Freie Fahrt in toller Luft

 

Mitten auf der Hauptstraße ein überladener Pferdekarren
Mitten auf der Hauptstraße ein überladener Pferdekarren

 

Das obere Bild zeigt eine ganz typische Verkehrssituation in Rumänien. Wir sind auf einer großen Hauptverkehrsstraße, daher fahren dort viele große LKW (so wie der grüne). Wegen der Linkskurve ist Überholverbot. Auf der Gegenfahrbahn fährt vollkommen erlaubt ein Pferdekarren, der für den nachfolgenden Verkehr durch die Rechtskurve sehr spät zu erkennen ist. Also setzt der weiße Transporter zum Überholen an bzw versucht, dem Karren auszuweichen! Das kann dann auch mal eng werden! Alltag hier auf den Straßen!

 

Müdigkeit macht sich breit

Es ist früh am Morgen und ich bin fertig! Müde von der Nacht mit zu wenig Schlaf, müde vom Endurowandern über 30 Kilometer, müde von der Eintönigkeit der Bundesstraße! Ich träume durch den Verkehr und gähne in meinen Helm!

Kurz reißen mich die Schilder von “Heidelberger Cement Romania” aus meinen Träumen, selbst die an uns vorbei fahrende Lok ist entsprechend beschriftet.

 

Güterverkehr von Heidelberger Cement
Güterverkehr von Heidelberger Cement

 

In Bicazu Ardelean ist heute Markttag. Wir finden ein Café, welches aber scheinbar eine reine Männerbar ist! Vermutlich sind die Frauen auf dem Markt und die Männer erzählen sich bei Kaffee und Zigarette den neuesten politischen Tratsch.

 

Bar am Rande des Marktes
Bar am Rande des Marktes

 

Wir sprengen diese Idylle und machen uns auf einer Stufe der Terasse breit. Der Cappuccino aus der Tüte ist jetzt keine besondere Erwähnung wert! Dafür würde ich hier nicht noch einmal her fahren. Genossen haben wir den Moment trotzdem!

 

Ich habe Kaffee bestellt!
Ich habe Kaffee bestellt!

 

Bicazklamm

Weiter geht’s, die Bicazklamm ist unser nächstes Ziel.

Die Straße 12C (und damit auch die Bicazklamm) ist die direkte Verbindung zwischen Bicaz und Gheorgheni. Dementsprechend viel Verkehr ist auf dieser Straße!

 

Anfahrt zur Klamm
Anfahrt zur Klamm

 

Die ersten Bilder vom Fluß
Die ersten Bilder vom Fluß

 

Dennoch finden wir eine schöne Stelle, um Erinnerungsbilder zu schießen!

 

Bicazklamm
Bicazklamm

 

Das schönste Motorrad der Welt in der Klamm
Das schönste Motorrad der Welt in der Klamm

 

Monika macht auch Bilder
Monika macht auch Bilder

 

Weiter geht es auf den paar Kurven durch die Klamm!

 

Impressionen 1
Impressionen 1

 

Impressionen 2
Impressionen 2

 

Aber auch der Tourismus darf nicht zu kurz kommen! Hinter einsamen Felswänden taucht auf einmal der Ballermann der rumänischen Souvenirstände in der Klamm auf. Dicht an dicht kann man alles weniger und überhaupt nicht sinnvolle käuflich erwerben! Handeln ist dabei vermutlich ausdrücklich gewünscht und daher großzügig mit einkalkuliert!

 

Souvenirstände in der Klamm
Souvenirstände in der Klamm

 

Vor uns macht sich ein großer Betonmischer und ein dickes SUV breit! Gott sei Dank fährt der LKW schnell rechts ran, so dass wir überholen können! Aber schon wenige Kurven später bremst uns das Toyota SUV vollends aus. Die Frau am Steuer ist definitiv unfähig, diese Kurven mit dem Fahrzeug zu fahren! Nehmt ihr Führerschein UND das Fahrzeug ab, bitte! 😉

Aber ein paar Kurven später kommen wir auch an ihr vorbei und haben nun kilometerlang niemanden mehr vor uns.

 

Rumänische Straßenbegrenzung
Rumänische Straßenbegrenzung

 

Nächster Programmpunkt – Lacul Roso, der Mördersee! So mörderisch gut finden wir den jetzt aber gar nicht! Seine eigentlich berühmte rote Farbe (vom Blut der darin umgekommenen Wanderer) konnten wir nicht erkennen, aber wenigstens die vielen Baumstümpfe, die unter anderem zu seinem schaurigen Namen geführt haben.

 

Lacul Roso im Vorbeifahren
Lacul Roso im Vorbeifahren

 

Die Welt ist klein

Seit heute morgen stehen wir mit ein paar Bekannten in Kontakt, die zufällig zur gleichen Zeit wie wir in Rumänien sind. Haben wir noch vor ein paar Tagen “lockeren Kontakt” versprochen, stellen wir heute fest, dass wir auf exakt der gleichen Route, aber entgegengesetzt unterwegs sind! WhatsApp-Livestandort und regelmäßige Updates machen klar, dass wir wohl gemeinsam unsere Mittagspause verbringen können.

 

Noch mal kurz ums Motorrad laufen....
Noch mal kurz ums Motorrad laufen….

 

... und den Ausblick geniessen!
… und den Ausblick geniessen!

 

Zwischen Bucin und Bucin (die beiden Orte heißen wirklich gleich) fahren wir dann winkend aneinander vorbei, sofort drehen die anderen aber und unter großem Hallo begrüßen wir uns mitten in Rumänien!

 

Gemeinsame Pause irgendwo im nirgendwo
Gemeinsame Pause irgendwo im nirgendwo

 

Schlagartig BMW-Überzahl auf dem Parkplatz
Schlagartig BMW-Überzahl auf dem Parkplatz

 

Mittagspausenplatz
Mittagspausenplatz

 

Und ein Selfie zum Abschied
Und ein Selfie zum Abschied

 

Spontane Planänderung

Georg und Stefan sind etwas anders gefahren, als wir dies eigentlich geplant hatten! Wir werfen einen Blick auf die Karten und beschließen spontan, ihre Route entgegengesetzt zurück nach Schäßburg zu fahren! Sieht irgendwie reizvoller aus.

Und so ist es dann auch! Abseits der großen Straßen können wir noch einmal richtig schön durchatmen und den Gedanken freien Lauf lassen.

 

Strommasten - alt und neu
Strommasten – alt und neu

 

Wieder eine vollkommen andere Landschaft hier in Siebenbürgen
Wieder eine vollkommen andere Landschaft hier in Siebenbürgen

 

Kurz befürchten wir, dass wir vielleicht doch noch mal nass werden.

 

Dicke Wolken ziehen auf....
Dicke Wolken ziehen auf….

 

... verziehen sich wieder...
… verziehen sich wieder…

 

.. und scheinen sich über uns zu versammeln!
.. und scheinen sich über uns zu versammeln!

 

Abeer wir haben Glück, es bleibt trocken und wird ganz im Gegenteil wieder sehr sehr warm!

 

Töpfe am Straßenrand
Töpfe am Straßenrand

 

Wir geniessen es, das Land auf uns wirken zu lassen und beschließen, einfach noch mal am Straßenrand die Seele baumeln zu lassen! Schön hier!

 

Stopp am Straßenrand
Stopp am Straßenrand

 

Endspurt

Es sind noch 40 Kilometer bis nach Sighisoara (Schäßburg) , unserem heutigen Etappenziel! Wir haben die Wälder und Berge längst hinter uns gelassen, warm bläst der Wind über die Ebene!

Wir sind in Siebenbürgen , hier leben neben Rumänen noch ca. 1,5 Millionen Ungarn und mehrere 10.000 Sachsen. Das erkennt man an der häufig noch vorhandenen Dreisprachigkeit in dieser Region. In Schäßburg finden sich an vielen Häusern z.B. deutsche Erklärungen, Ortsschilder in der Region sind dagegen oft auf ungarisch und rumänisch.

 

Warm, weit und flach
Warm, weit und flach

 

Alte und aufgegebene Eisenbahnbrücke
Alte und aufgegebene Eisenbahnbrücke

 

Noch ein letztes Mal Die Landschaft geniessen, ....
Noch ein letztes Mal Die Landschaft geniessen, ….

 

... bevor uns der Stadtverkehr von Schäßburg volle Konzentration abfordert
… bevor uns der Stadtverkehr von Schäßburg volle Konzentration abfordert

 

Schäßburg

Wir beziehen heute ein Hotel mitten in der Altstadt von Schäßburg (Sighisoara). Die Villa Franca ist aus mindestens einem bis mehreren alten Häusern zusammengesetzt. Kleine Treppen, Durchgänge und Innenhöfe machen die besondere Atmosphäre dieses Hotels aus.

 

Unser Hotel - Villa Franca
Unser Hotel – Villa Franca

 

Unser Zimmer in Schäßburg
Unser Zimmer in Schäßburg

 

Die Chance auf einen Altstadtbummel lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

 

Park unterhalb der Wehranlage
Park unterhalb der Wehranlage

 

kleine Gassen
kleine Gassen

 

liebevoll dekoriert
liebevoll dekoriert

Wir machen uns auf den Weg zur Bergkirche, die hoch oben über der Stadt thront!

 

Schülertreppe von 1642 mit 175 ebenso alten Stufen
Schülertreppe von 1642 mit 175 ebenso alten Stufen

 

Blick über Schäßburg
Blick über Schäßburg

 

Und ein Ausblick aus anderer Richtung
Und ein Ausblick aus anderer Richtung

 

Ja, wir haben uns wirklich auf den Berg begeben
Ja, wir haben uns wirklich auf den Berg begeben

 

Auf dem Weg zurück in die Stadt bannen wir noch einen alten Wehrturm auf unsere Handys, werfen einen Blick in einen niedlichen Innengarten, bevor wir auf einer schönen Terrasse mal ganz unregional Pizza essen! Das muss heute einfach mal sein!

 

Wehrturm
Wehrturm

 

Wunderschöner Garten auf dem Berg
Wunderschöner Garten auf dem Berg

 

Abendessen
Abendessen

 

Pläne für morgen

Morgen wird es touristisch! Kronstadt (Brasov) steht auf dem Programm, ebenso wie Bran, berühmt für das Draculaschloss. Wenn uns die Zeit nicht wegläuft, dann machen wir einen ersten Versuch über die Transforagascher Hochstraße – obwohl es Samstag ist! Dafür nehmen wir vormittags einfach mal mehr Europa-Straßen in Kauf!

Wir lassen uns überraschen, ihr euch hoffentlich auch!

Gute Nacht!

 

Anmerkungen des Tages

Anmerkung 1:

Ich habe gestern total vergessen, davon zu berichten, dass auf diesem unendlich staubigen Stück Straße durch die Baustelle tatsächlich Menschen ihre frisch gewaschene Wäsche aufhängen! Was wollen die damit machen? Wollen die damit die Feinstaubbelastung messen? Die kannst Du von der Wäscheleine wieder in die Waschmaschine stecken!

Anmerkung 2:

Ich habe ja schon berichtet, dass Zebrastreifen wahre Heiligtümer in Rumänien sind. Ähnlich verhält es sich mit Stop-Schildern! Sind die in Deutschland für die meistens Verkehrsteilnehmer eine unverbindliche Handlungsempfehlung, so haben die gleichen Schilder in Rumänien eine absolute Verbindlichkeit! Selbst an Bahnübergängen, an denen sichtbar in diesem Jahrtausend kein Zug mehr verkehrt ist, wird angehalten, wenn dort noch das längst verrostete Stop-Schild steht! Dies bitte bei eurem nächsten Rumänien-Besuch beachten, dies ist übrigens im ganzen Baltikum auch schon so gewesen!

Anmerkung 3:

Wir werden hier in Rumänien von allen Leuten so herzlich empfangen. Man grüßt am Straßenrand und jedes noch so alte Mütterchen versucht, unser Denglisches Kauderwelsch zu verstehen.

Lasst uns den Menschen hier den gleichen Respekt entgegen bringen.

Die Währung ist Lei! Damit gibt man sich selber die Chance, auch in kleinsten Bars, abseits der Touristenpfade, mit den Rumänen in Kontakt treten zu können.

Ein “Buna ziua” (bunö siua = Guten Tag) öffnet Türen, ein “multumesc” (multzumessk = Danke)” ist einfach nur höflich und ein “La Revedere” (la rewedere = Auf Wiedersehen) öffnet Herzen und lässt Menschen strahlen! Probiert es doch einfach mal aus!

Anmerkung 4:

Heute doch wieder ein Schock in Schäßburg! An der Ampel läuft auf heißem Asphalt barfuß ein ca. 12-jähriges Mädchen und bettelt Autofahrer um ein paar Lei an! Auch in der Altstadt ist Betteln an der Tagesordnung! Aber das Mädchen auf der Einfallstraße geht mir nicht aus dem Kopf!

Anmerkung 5:

Ich bin nach Preisen für Essen und Sprit gefragt worden. Dies lässt sich pauschal fast gar nicht beantworten. Grundsätzlich ist das Leben hier um einiges billiger! 10 Lei sind ca. 2,10 Euro.

Abendessen vorgebucht (3-Gänge, regional), kosten für 2 Personen zusammen ca 90 – 110 Lei. Die Portionen sind aber nicht zu schaffen! Da sind die Getränke aber inclusive.

Eine gemeinsame Pizza, zwei große Radler und 2 frische Limonaden haben heute in Schäßburg 54 Lei ohne Trinkgeld gekostet.

4 Kaffee und 2 Wasser irgendwo im nirgendwo zwischen Zigeunern, die Pilze verkaufen, kosteten dagegen nur 18 Lei – das ist ein Witz!

Euro 95 kostet derzeit ca. 5,4 Lei, Euro 98 bis 100 ca. 6,5 Lei.

 

Die Route

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13 comments on “Rumänien – Tag 7 – Bicazklamm

    1. Hallo Jürgen! Ich habe einen Tag gebraucht, um mich auf das Land einzulassen! Man wird daheim verrückt gemacht, das konnte ich bein Grenzübertritt nicht sofort ablegen! Aber ich fühle mich hier sauwohl! Die Fahrweise ist so unvorstellbar rücksichtsvoll, das hält man nicht für möglich! Idioten gibt es immer, das ist klar! Aber bei mir daheim fühle ich mich auf Straßen wie im Kriegsgebiet, hier bisher zu keiner Zeit!

  1. Wirklich schön geschrieben. Bin bis vor kurzem knapp 10 Wochen durch ganz Rumänien gefahren. Man sieht immer etwas neues und die Freundlichkeit der Menschen ist Klasse. Wünsche euch weiterhin viel Spass.
    Gruss aus Bulgarien
    Thomas

    1. Bin begeistert von Euch! Es ist als ob wir virtuell mitreisen…die schönen Bilder bringen alte Errineringen wach,und der humorvollen Schreibstil ist einmalig… Freut mich sehr das ihr so schöne Sachen über meine Heimat erzählen.Viel Spaß auf der Transfăgrășan …
      Viele Grüße aus Frankfurt,
      Daniela
      P.S. In Kronstadt,ist ein sehr guter Restaurant, “Șura Dacilor”,aber ihr müsst richtig hungrig sein wenn ihr dahin geht☺️

  2. Moin,
    Es macht wirklich Spass den Beitrag zu lesen,
    Ja Rumänien ist schon faszinierend, hab selbst 15 Jahre dort verbracht und mir einen Altersruhesitz in einem kleinen Dorf in Siebenbürgen gesichert.
    Kann eure Aussagen was Land und Leute angeht nur bestätigen,
    Außerdem freut es mich immer wenn es positive Rückmeldungen aus dem Land gibt.

  3. Hab jetzt auf einen Satz die ganze Reise durchgelesen. Schade, dass die heurige Saison quasi vorbei ist. Eurem Bereicht nach würde ich sofort losfahren und mir das auch ansehen. Der Schreibstil ist wirklich ausgezeichnet. Vor allem die Anmerkungen geben dem Ganzen noch die richtige Würze. Viel Spass noch und gute Reise, ich freu mich auf die nächsten Berichte.

  4. Hallo ,
    ihr habt super beschrieben wie ist es diese Land.
    Ich folge euch mit viel Interesse und kann ich es kaum” Rumänien Tag 8″ erwarten.
    Brasov Brasov( Kronstadt Kronstadt) eine Wunderbar Stadt full mit Geschichte .
    Ich möchte angeben dass Ich in Kronstadt geboren bin ( Stadt auch von Peter Maffay).
    Wenn es möglich ist , möchte ich euch eine Ratschlag geben , in der Richtung Bukarest ca 40 km entfernt von Brasov es gibt am schönsten schloss aus diese Welt( Pelesschloss aus Sinaiastadt).
    Viele Küss Jetzt aus Hessen……..
    Nur immer zu Frauen

    1. Hi Jule, ich lese genussvoll jede Zeile …
      neben Navi pauken und Holländisch lernen…
      PS: Falls dein TomTom doch trotz aller Vorsicht den Trip nicht überlebt, ich hab noch ein fast unbenutzes 420er im Schrank, dem es nicht vergönnt war, mich in der weiten Welt da draussen zu lotsen. Bei dir hätte es artgerechte Haltung

  5. Hi Jule, ich lese genussvoll jede Zeile …
    neben Navi pauken und Holländisch lernen…
    PS: Falls dein TomTom doch trotz aller Vorsicht den Trip nicht überlebt, ich hab noch ein fast unbenutzes 420er im Schrank, dem es nicht vergönnt war, mich in der weiten Welt da draussen zu lotsen. Bei dir hätte es artgerechte Haltung

    1. Hallo Dani! Du bist schrecklich fleißig – aber für ein tolles Ziel!
      Danke für das liebe Angebot. Wenn mein heiliges v4 die Grätsche macht, muss ich echt mal sehen, was da ran kommt… Bin ja großer tomtom Fan, aber keiner der Nachfolger hat mich so richtig überzeugt…

  6. Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe stimmt die Route die du gepostet hast nicht mit dem überein was Ihr tatsächlich gefahren seid, oder hab ich das falsch verstanden? Ihr seid links unterhalb vom See über einen kleinen Pass direkt nach Bicaz gefahren, oder?

    1. Hallo Tobias! Wir sind auf dem Weg hin nach durau über die Straße am See entlang, also oberhalb vom See die offizielle Straße gefahren. Das war die Straße mit den vielen Baustellen.

      Am Tag drauf sind wir von dura nach bicaz auf direktem weg gefahren, ca 30 Kilometer Wald, Asphalt, Schlaglöcher etc… Aber durchaus fahrbar, wenn es trocken ist…

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