Datenschutzgrundverordnung

Mal ganz ehrlich, werhat sich den Quatsch eigentlich ausgedacht. EU-Datenschutzgrundverordung!

Oder besser gefragt: Wer hat sich das ausgedacht, ohne zu Schreiben, was nun wer genau machen muss.

Es fehlt also quasi die EU-Datenschutzgrundverodnung-Durchführungsverordnung.

Ich kämpfe schon den ganzen Abend damit.

Ich schwanke wahlweise zwischen: “Du schaffst das!” und “Ich lösche besser die ganze Domain, dann habe ich keinen Streß mehr!”

Aber immerhin habe ich nun einen Hinweis auf Cookies, der eigentlich schon längst hätte implementiert sein müssen. Sorry dafür!

Außerdem habe ich nun eine Datenschutz-Seite. Diese ist echt nach bestem Wissen und Gewissen erstellt worden.

Aber was speichert eigentlich Jetpack? Die sind an einer Änderung dran, ich lasse mich mal überraschen!

 

Mein Versprechen:

Ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, dass ich nichts mit Absicht tue, keine Adressen verkaufe oder bewusst weitergebe. Ich gebe aber auch zu, dass ich in einer WhatsApp-, Twitter- und Facebook-Welt lebe und ich mir nicht der Illusion hingebe, dass irgendwer meine Daten schützt. Wenn mir ein PlugIn hilft, meine Blog-Beiträge gleichzeitig bei Facebook und Twitter zu veröffentlichen, dann möchte ich dies auch nutzen. (JA, ich schaue mir Jetpack noch mal genauer an…)

Was bedeutet das eigentlich für euch, euch Leser, Kommentierer, Abonnenten, Kontakter etc.?

Leser:

Ihr müsst die Cookies akzeptieren. Ggf. werten die Social-Media-Buttons auch schon was aus, vorsichtshalber ist es in der Datenschutzerklärung mit drin.

Kommentierer:

Ich habe mich entschieden, weiterhin IP-Adressen bei Kommentaren zu speichern. Derzeit gebe ich jeden Kommentar manuell frei, damit ich keinen Spam bekomme. Habe ich einen von euch einmal freigeschaltet und schreibt er von der gleichen IP, dann wird der Kommentar auch direkt freigeschaltet, ohne dass ich eingreifen muss. Das finde ich toll, das will ich behalten. Im Gegenzug müsst ihr nun unten den Haken setzen, dass ihr der Speicherung der IP-Adresse zustimmt. Außerdem wird euch dann – falls ihr so was habt – der Gravatar angezeigt.

Abonnenten:

Ja, ich speichere eure Mail-Adresse. Sonst könnte ich euch ja nicht mailen. Ich könnte diese Adressen auch für einen Newsletter nutzen. Werde ich auch machen, wenn es mal etwas zu schreiben gibt, was so wichtig ist, aber nicht über einen Blog-Eintrag läuft. Aber ihr könnt euch sicher sein, es wird keine Newsletter-Welle über euch hereinbrechen. In den vergangenen 18 Monaten gab es nicht einen Newsletter. Ich denke, diese Frequenz werde ich beibehalten.

Kontakter:

Ja, auch Personen, die mich per Mail oder Formular anschreiben, müssen damit leben, dass ich ihre Mailadresse speicher. Warum? Na, weil ich sonst nicht antworten kann.

 

Damoklesschwert!

Ansonsten gebe ich aber zu, dass ich viel zu wenig Lust habe, mich noch mehr Stunden damit zu befassen. Mir macht ja das Schreiben Spaß, nicht das Befassen mit den technischen und datenschutzrechtlichen HIntergründen meiner Seite. Mich hat das Thema schon seit Wochen beschäftigt und seit Wochen gelähmt. Keine Lust, im Blog zu schreiben, weil das Damokles-Schwert “DSGVO” über mir schwebte.

DAS habe ich hiermit abgelegt.

 

Ob überall richtig und perfekt, sei mal dahin gestellt. Ich hoffe aber, dass ihr meine Mühen anerkennt.

 

Denn eines weiß ich sicher: Kommt irgendso ein verschnöselter EU-Anwaltsbetrüger auf die großartige Idee, mich in seine Abmahnwelle der privaten Blogger aufzunehmen, werde ich mir gut überlegen, ob der Blog dann so weiterleben kann.

 

12 comments on “Datenschutzgrundverordnung

  1. Liebe Julia,
    Du sprichst mir aus der Seele. Habe gestern ebenfalls den ganzen Tag mit AGB’s, Datenschutzhinweisen, Nutzungsbedingungen, Verarbeitungsverzeichnissen, Löschfristen etc. zugebracht. Bei allem Verständnis: es ist die grad Hölle!
    und ja, die systematischen Abmahnwellen drohen, deswegen ist es leider unerlässlich sich damit zu beschäftigen.
    Ich denke aber, Du hast das Dir Mögliche getan.
    Liebe Grüße
    Gaby

  2. Hallo Julia, danke für deinen Artikel !
    Auf Grund der neuen DSGV schlossen ja bereits schon lesenswerte Blogs.
    Dann warte ich mal auf ne Abmahnung … die kann ich dann zu meinen anderen Abmahnungen
    dazu heften. Soviel dazu …. Mit Gruß Claudia, die dir eine schöne Motorradsaison wünscht !!

  3. Grundsätzlich gilt: Nicht bangemachen lassen. Datenschutz ist was Gutes, und die DSGVO ist gemacht worden um uns alle zu schützen. Natürlich passt sie besser auf große Unternehmen als auf kleine, private Webseiten, aber nun. Der ganz große Teil der EU DSGVO gilt für Blogs ohnehin gar nicht, also alle Teile für interne Dokumentation und ähnliches. DIe DSGVO ist Wichtig sind die Rechte der Betroffenen, also der Besucherinnen des Blogs. Da sind es im Bezug auf Blogs vor vor allem die Informationsrechte. Man braucht eine einfach zu lesende Datenschutzerklärung wo drin steht welche Daten von Besucherinnen warum und wie lange gespeichert werden. Das ist so einfach, dass man es in den meisten Blogs in zwei Sätzen abhandeln kannst. Dein Blogpost oben ist also schon übererfüllung 🙂

  4. Was mir auffällt: Die DSVGO scheint jetzt »the next big thing« zu sein – dabei ist schon lange bekannt das sie kommen wird. Keine Kritik an den Blogbetreibern welche erst jetzt Panik bekommen, denn zu viel Widersprüchliches ist im Web zu finden.

    Meine drei Tipps für alle, die sich jetzt damit beschäftigen oder Angst haben das sie abgemahnt werden:

    1.) Vermutlich fehlte euch bislang in euren Blogs ohnehin das eine oder andere wichtige Detail und so gesehen hättet ihr schon lange abgemahnt werden können. Jetzt ist es eben ins Bewusstsein gerückt. Aber: Keine Panik, ihr habt noch bis zum 25.05.2018 Zeit die Anforderungen der DSVGO zu erfüllen.

    2.) Schaut euch bei anderen Bloggern um was sie so machen, welche Tipps sie geben können und wovor sie auch ganz klar abraten. Als Beispiel für so eine Warnung: https://www.kuketz-blog.de/dsgvo-muster-generatoren-sind-haeufig-datensammler/

    3.) »Don’t Panic!« Ihr habt immer euer Handtuch dabei? Gut. Wenn ihr zu viel Angst habt das euch doch noch etwas passieren kann: Werft eure Beiträge nicht alle weg. Schaltet sie »inaktiv« und behaltet euch die Möglichkeit vor alles wieder aktivieren zu können.

    Wäre schade um viele Blogs die ich gerne und regelmäßig besuche – und um die Arbeit, welche reingesteckt wurde.

    Grüße, Martin

    1. Mein Handtuch habe ich eh immer dabei… Sogar schon drüber gebloggt… Aber klar wurde das bisher verdrängt, bei Unternehmen ja genauso.. Und ich hatte die Hoffnung, dass es noch eine Handlungsanweisung für private Seiten gibt…

  5. Hallo Jule,
    da bist Du ja schon weiter als die meisten mittelständischen Unternehmen! Ich bekomme im Moment ständig Anrufe, ob ich da weiterhelfen kann oder jemanden kenne, der jemanden kennt…
    Also, wenn Du dich selbständig machen willst, investiere noch ein paar Abende und dann schreibst DU die DatenschutzgrundverordnungDurchführungsverordnung (schönes Wort].
    Kunden kann ich Dir dann besorgen
    Und wenn Du schon dabei bist, kannst Du auch noch psychologische Gefährdungsbeurteilung und Mutterschutzgesetz in den Unternehmen umsetzen, haben die meisten nämlich auch noch nicht! Schön, was der Gesetzgeber sich so alles einfallen lässt. Ich frage mich mittlerweile, ob die die Wirtschaft ruinieren wollen?
    Bis die Tage!
    P.S. Du darfst meine Daten gerne auch weiterhin speichern.
    Olaf

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